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Startseite»Nachrichten»„Gut in die Augen schauen“: Gesa Krause spricht starke Worte zu Meyers Wut-Interview
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„Gut in die Augen schauen“: Gesa Krause spricht starke Worte zu Meyers Wut-Interview

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Gut in die Augen schauen“

Gesa Krause spricht starke Worte zu Meyers Wut-Interview

14.08.2026 | 21:16 Uhr

Beste Freundinnen werden Europameisterin Gesa Krause und Lea Meyer wohl nicht mehr. Nach dem Wut-Interview ihrer Rivalin über 3.000 Meter Hindernis meldet sich Krause nun aber verständnisvoll zu Wort.

Europameisterin Gesa Krause hat Verständnis für das trotzige TV-Interview von Lea Meyer nach dem dramatischen Finale über 3.000 Meter Hindernis gezeigt. „Emotionen gehören zum Sport dazu. Und auch wenn vielleicht das eine oder andere manchmal nicht immer angebracht ist, ist man einfach in so einer Situation, wo das Adrenalin, die Wut, diese ganzen Emotionen hochkommen“, sagte Krause einen Tag nach ihrem dritten EM-Titel.

„Und ich glaube, da sagt man manchmal auch Dinge, die man vielleicht nicht sagen soll oder die man vielleicht nach ein paar Stunden ein bisschen anders sieht“, so die 34-Jährige weiter. Man könne sich „gut in die Augen schauen und wieder an den Start gehen“, betonte Krause in der ARD. „Und so etwas gehört eben auch zum Sport dazu.“

Meyers Interview-Aussagen sorgen für Wirbel

Unmittelbar nach dem Rennen über 3.000 Meter Hindernis bei der Leichtathletik-EM in Birmingham hatte sich die viertplatzierte Meyer, die am letzten Wassergraben gestürzt war und damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gab, auch zu Siegerin Krause geäußert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Stattdessen gewann Olivia Gürth mit Bronze die zweite deutsche Medaille in dem Finale.

Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer.

Noch in der Nacht äußerte sich Meyer auf ihrem Instagram-Kanal selbstkritisch und wies den Vorwurf der Missgunst über Gold für Krause von sich. Der Zeitpunkt und die Wortwahl seien „nicht passend, unprofessionell und unsportlich“ gewesen. Als Konsequenz wolle sie künftig nach emotionalen Rennen die Interview-Zone meiden, kündigte die Athletin an.

Meyer stürzt im Wassergraben – dann folgt die Wutrede

Meyer: „Unprofessionell und unsportlich“

„Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb die 28-Jährige bei Instagram. Cleverness und Taktik seien „sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft“, schrieb Meyer. „Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!“

In ihrem Social-Media-Post betonte die Athletin, dass sie selbstkritisch sei. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen. Und das ist (wie ich es auch zu jedem Zeitpunkt klar gemacht habe) mein alleiniger Fehler“, schrieb sie. Auch schon im TV-Interview hatte sie gesagt, dass sie „sauer“ auf sich sei. „Das habe ich mir selber eingebrockt.“

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/dpa

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