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Startseite»Nachrichten»Nach Skandal in Cambridge: Wegen Betrugsvorwürfen zurückgetretener Professor ist tot
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Nach Skandal in Cambridge: Wegen Betrugsvorwürfen zurückgetretener Professor ist tot

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach Skandal in CambridgeWegen Betrugsvorwürfen zurückgetretener Professor ist tot

Jason Arday berichtete von vielen persönlichen Angriffen auf ihn. (Foto: picture alliance / PA Images)

Nach den schweren Plagiatsvorwürfen gegen Jason Arday wehrt sich dieser, räumt aber auch Fehler ein. Seine Professur an der angesehenen Cambridge-Universität gibt er auf. Kurz darauf ist er tot.

Der ehemalige Cambridge-Professor Jason Arday ist nicht mehr am Leben. Wie die BBC berichtet, wurde er im Süden Londons „nicht ansprechbar“ aufgefunden, kurze Zeit darauf sei sein Tod festgestellt worden. Der Polizei zufolge wird sein Tod als unerwartet eingestuft. Die Beamten gehen jedoch nicht von einem „verdächtigen Hintergrund“ aus.

Arday war zuvor als Professor für Bildungssoziologie wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten. Er war 2023 der jüngste schwarze Professor in der Geschichte der Eliteuniversität geworden – und das, obwohl bei ihm einst Autismus diagnostiziert wurde und er bis zu seinem 19. Lebensjahr Analphabet war. Sein Werdegang wurde immer wieder als „Märchen“ oder „Meilenstein“ beschrieben. In seinen Forschungsprojekten ging es unter anderem zu rassistischen Strukturen im Bildungswesen.

Eine Professorin der Universität bezeichnete den Fall zuletzt laut der Nachrichtenagentur PA als „Geschenk“ für diejenigen, die gegen Vielfalt an Hochschulen vorgehen würden. Ende des Monats sollen die Memoiren des vielfach als Star seines Fachs beschriebenen Soziologen erscheinen.

Arday hatte nach Recherchen der „Times“ erhobene Anschuldigungen zurückgewiesen, aber auch Fehler eingeräumt. Zu sportlichen Erfolgen in seiner Biografie und angeblichen rassistischen Angriffen soll er falsche Angaben gemacht haben.

Arday sprach von einem „unerbittlichen Maß an öffentlicher Beobachtung und persönlichen Angriffen“. Der „Times“ sagte er: „Ich behaupte nicht, dass ich perfekt bin, und ich habe auch nie versucht, dieses Märchenbild von mir zu vermitteln. Ich glaube, den Leuten ist nicht bewusst, dass hinter all dem ein Mensch steht. Und sie erkennen nicht, dass dieser Mensch jemandes Vater oder Sohn ist.“ 

Quelle: ntv.de, rog

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