Zeitweise Sorge vor TsunamiSchweres Erdbeben vor der Küste Indonesiens
Der Pazifische Feuerring, auf dem Indonesien liegt, gehört zu den geologisch aktivsten Zonen der Erde. Regelmäßig kommt es dort zu schweren Erdbeben – wie nun in einer Inselregion, die auch bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel ist.
Vor der Küste der indonesischen Insel Flores ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von rund 10 Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde.
Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9. USGS zufolge leben in dem Bereich, der schwere Erschütterungen erlebte, rund 1,5 Millionen Menschen.
Das Beben sei in Regionen wie Nagekeo und Bima etwa eine Minute lang stark zu spüren gewesen. Es gab bisher keine bestätigten Informationen zu möglichen Schäden oder Verletzten. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video auf Facebook zeigte allerdings, wie Teile eines Gebäudes am Hafen von Maumere auf der Insel Flores einstürzten und Menschen schreiend auf die Straße rannten. Aufnahmen des Senders Kompas TV zeigten zudem, wie Patienten aus einem Krankenhaus im Bezirk Ende ins Freie gebracht wurden.
Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im Komodo-Nationalpark. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die etwa zwei Meter lang werden können. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, liegt hingegen eher abgeschieden und ist touristisch kaum erschlossen.
Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.
