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Startseite»Politik»Klingbeil sieht Weltwirtschaft durch Iran-Krieg bedroht
Politik

Klingbeil sieht Weltwirtschaft durch Iran-Krieg bedroht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 18.05.2026 • 02:21 Uhr

Zwei Tage lang beraten die G7-Finanzminister in Paris. Dabei soll es vor allem um den Iran-Krieg gehen. Dieser sei „eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft“, sagte Bundesfinanzminister Klingbeil vor seiner Abreise.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat vor den globalen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges gewarnt. „Dieser Krieg schadet der wirtschaftlichen Entwicklung massiv“, sagte der SPD-Politiker vor seinem Abflug zu einem Treffen der Finanzminister der G7-Länder in Paris. Es müsse alles getan werden, um den Konflikt dauerhaft zu beenden und freie Seewege zu gewährleisten.

Die G7 – eine informelle Allianz führender westlicher Industrienationen – seien der richtige Rahmen, um mit den USA und anderen Staaten über diese drängenden Fragen zu sprechen. Europa setze dabei auf Kooperation statt Konfrontation sowie auf offenen Handel. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus seien „eine ernsthafte Bedrohung für die Weltwirtschaft“.

Trump droht Iran mit Zerstörung

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren militärischen Angriffen auf Iran begonnen. Das Regime in Teheran reagierte mit Luftangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele in der Golfregion – und mit der Blockade der Straße von Hormus, einem der wichtigsten Seehandelswege der Welt.

Im Iran-Krieg gilt derzeit eine Waffenruhe. Eine dauerhafte Lösung für den Konflikt und seine massiven wirtschaftlichen Folgen gibt es bisher aber nicht. US-Präsident Donald Trump drohte dem Regime erneut mit scharfen Worten. Sollte sich Iran nicht bewegen, werde „von ihnen nichts mehr übrig bleiben“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Bei Rohstoffen „krisenfester“ werden

Zur „Gruppe der Sieben“ (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Bei dem G7-Treffen, das am Montag und Dienstag in Paris stattfindet, sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel im Mittelpunkt stehen.

Weiteres Thema ist die Unterstützung der Ukraine. Außerdem soll es um Ungleichgewichte im Welthandel, die Finanzierung von Entwicklungsländern sowie das Vorgehen gegen die Finanzierung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität gehen.

Klingbeil sagte vor seiner Abreise weiter, die aktuellen Krisen zeigten, dass Deutschland und Europa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten unabhängiger und krisenfester werden müssten. Deshalb werde in Paris auch mit den Finanzministern aus Brasilien, Indien, Südkorea und Kenia gesprochen.

Trotz des Fokus‘ auf den Nahen Osten dürfe der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht aus den Augen verloren werden, so Klingbeil. Die Finanzierung der ukrainischen Verteidigung bleibe durch die G7 und die EU gesichert. Um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen auf eine neue Stufe zu heben, werde er in Paris mit seinem ukrainischen Amtskollegen Serhij Martschenko ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnen. Dies solle den wirtschaftlichen Austausch stärken und Rechtssicherheit für die Zeit nach dem Krieg sowie den Wiederaufbau schaffen.

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