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Startseite»Politik»Berichte über Abkommen zwischen USA und Iran: Mehr als nur „viele Fortschritte“?
Politik

Berichte über Abkommen zwischen USA und Iran: Mehr als nur „viele Fortschritte“?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.05.2026 • 08:03 Uhr

Schon mehrfach hieß es, die USA und Iran stünden vor einem Abkommen, um die Waffenruhe zu verlängern. Nun schüren Berichte neue Hoffnung. US-Vize Vance spricht von „vielen Fortschritten“. Doch ob Trump und Teheran zustimmen, ist offen.

Seit Wochen wird in Verhandlungen um ein Abkommen zwischen den USA und Iran gerungen. Medienberichten zufolge liegt nun ein Entwurf auf dem Tisch, um die geltende, aber fragile Waffenruhe zu verlängern und die seit Kriegsbeginn blockierte Straße von Hormus für die Schifffahrt zu öffnen. Doch eine Bestätigung dieser Einigung gibt es bisher weder vonseiten des iranischen Regimes noch von US-Präsident Donald Trump.

Zuerst hatte das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Unterhändler beider Seiten hätten sich auf eine 60-tägige Absichtserklärung zur Verlängerung der Waffenruhe und zur Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geeinigt. Teil dieser Vereinbarung soll die Öffnung der Straße von Hormus sein, damit die Schifffahrt wieder „uneingeschränkt“ und ohne Gebühren möglich wird. Zudem soll Iran die Meerenge innerhalb von 30 Tagen von sämtlichen Minen befreien. Im Gegenzug wollen die USA dem Bericht zufolge ihre Blockade iranischer Häfen aufheben.

Auch die New York Times berichtete, Unterhändler der USA und von Iran stünden kurz vor einer solchen Übereinkunft. Die Zeitung berief sich auf drei mit den Gesprächen vertraute US-Beamte.

Vance bestätigt Fortschritte in Gesprächen

Von der Führung Irans gibt es bisher keine Stellungnahme zu dieser möglichen Übereinkunft. Von der Revolutionsgarde des Iran hieß es jedoch eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle.

Aufseiten der USA sprach Vize-Präsident JD Vance zumindest von „vielen Fortschritten“, die in den Verhandlungen erzielt worden seien. „Es geht im Moment hin und her wegen einiger sprachlicher Details“, sagte Vance. Er hoffe auf weitere Fortschritte, damit Trump in der Lage sein werde, das Abkommen zu billigen. So weit sei es aber noch nicht. „Es ist schwer vorherzusagen, wann genau oder ob der Präsident unterschreiben wird“, betonte Vance.

USA wollen laut Medienbericht Sanktionen teils lockern

Für die Weltwirtschaft wäre die Einigung auf die Öffnung der Straße von Hormus von entscheidender Bedeutung. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Transportrouten für den weltweiten Ölhandel. Infolge der Blockade stiegen die Preise für Kraftstoffe drastisch an.

Wie das Portal Axios weiter berichtete, sollen die USA im Gegenzug für die Öffnung der Seestraße zugesichert haben, einige Sanktionen gegen Iran zu lockern, damit das Land Öl frei verkaufen kann. Die Erlöse aus dem Ölexport sind eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Islamische Republik. Zuletzt hatten die USA ihre Sanktionen nochmals verschärft, um die „finanzielle Lebensader“ Irans zu kappen. Die Strafmaßnahmen zielten unter anderem gegen die iranische Schattenflotte sowie Organisationen, Personen und Schiffe, mit deren Hilfe Iran weiterhin ermöglicht wurde, Öl zu exportieren.

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