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Startseite»Politik»Digitalminister: G7 wollen Minderjährige im Netz besser schützen
Politik

Digitalminister: G7 wollen Minderjährige im Netz besser schützen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 30.05.2026 • 05:07 Uhr

Mehr Altersüberprüfungen, stärkerer Kampf gegen illegale Inhalte: Die G7-Digitalminister haben sich auf gemeinsame Grundsätze zum Schutz von Minderjährigen im Netz geeinigt. Beim Thema KI gab es keine gemeinsame Linie.

Die G7-Digitalminister haben sich bei einer Konferenz in Paris auf gemeinsame Grundsätze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Onlinediensten geeinigt.

Der Schutz von Minderjährigen im Internet sei jetzt „eine internationale Priorität“, sagte die französische Staatssekretärin für Digitales, Anne Le Hénanff. Zu den vereinbarten Grundsätzen zählen etwa eine Altersüberprüfung und der Kampf gegen illegale Inhalte.

Keine Einigung bei Künstlicher Intelligenz

Auf einen gemeinsamen Standpunkt beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Energieverbrauch konnten sich die Minister hingegen nicht einigen.

Hintergrund ist, dass die Zunahme von KI-Anwendungen große Rechenzentren nötig macht und viel Energie verschlingt. Dazu hieß es in der Abschlusserklärung, die Teilnehmer seien sich bewusst, dass die KI-Entwicklung „zunehmenden Druck auf die Stromnetze ausüben wird“.

Es sei allerdings „sehr ehrgeizig“, sich dabei „Maßnahmen der USA“ vorzustellen, sagte Le Hénanff. Immerhin sei eine Übereinkunft erreicht worden, „dass dieses Thema diskutiert werden muss“.

UN gegen allgemeine Verbote

Anlässlich der Konferenz hatte auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zum besseren Schutz von Minderjährigen in Onlinediensten aufgerufen. Pauschale Social-Media-Verbote und Altersbeschränkungen seien dabei aber kein Allheilmittel, denn sie könnten leicht umgangen werden.

Stattdessen müsse der Kinderschutz bereits bei der Konzeption der Online-Dienste mitbedacht werden, so Türk. Die Verantwortung dürfe nicht auf Eltern und Kinder abgewälzt werden.

Der UN-Hochkommissar forderte konkret ein Verbot des „Mikro-Targeting“ von Kindern zu kommerziellen Zwecken, also das Zusenden von stark personalisierter Werbung auf der Basis des Nutzerprofils.

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