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Startseite»Politik»Wegen Iran-Krieg: DAX bleibt angeschlagen
Politik

Wegen Iran-Krieg: DAX bleibt angeschlagen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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marktbericht

Stand: 04.06.2026 • 08:11 Uhr

Nach schwachen Vorgaben aus den USA und Asien dürfte es auch der DAX im Feiertagshandel an Fronleichnam schwer haben. Die Lage im Iran-Krieg bleibt undurchsichtig, was die Anleger verunsichert.

Im Fokus bei Investoren sind die erneuten Spannungen im Nahen Osten, nachdem es trotz Waffenruhe wieder Kämpfe zwischen den USA und Iran gegeben hat. Der Leitindex DAX wird vom Broker IG vor Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf 24.745 Punkten erwartet. Schon gestern ging es für das Börsenbarometer um mehr als ein Prozent abwärts.

Immerhin: Laut US-Außenministerium haben sich Israel und der Libanon auf einen Weg zur Umsetzung einer wirksamen Waffenruhe geeinigt. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligt sich am Morgen.

Neben der Hoffnung im Iran-Krieg verliert nun auch die KI-Rally etwas an Schwung. Der S&P 500 in den USA erreichte nach seiner Rekordserie keinen neuen Höchststand mehr und der Nasdaq 100 drehte nach einem weiteren Rekord letztlich ab. Auch im japanischen Nikkei 225 und dem koreanischen Kospi kam es nach der Rekordjagd zunächst zu Gewinnmitnahmen.

Der Essener Baukonzern Hochtief ‌steigt nach 30 Jahren in die erste Börsenliga auf. Das Unternehmen verdrängt dort zum 22. Juni den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den Nebenwerteindex MDAX absteigt. Das teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx gestern nach Börsenschluss mit.

Der Aufstieg von Hochtief war erwartet worden, nachdem der Konzern massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz profitiert hat. Der Aktienkurs hat sich binnen ​eines Jahres fast verdreifacht.

In den USA steht in der kommenden Woche der voraussichtlich größte Börsengang der Geschichte bevor. Tech-Milliardär Elon Musk will mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX an die Börse.

SpaceX strebt einen Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie an. Damit könnte das Unternehmen 75 Milliarden Dollar durch das Börsendebüt einsammeln. Die Gesamtbewertung liegt damit aus dem Stand bei nahezu 1,8 Billionen Dollar.

Im Übernahmekampf der Commerzbank durch die italienische UniCredit äußern die Frankfurter Bedenken zum aktuellen Stand des Übernahmeangebots. Die zuletzt kommunizierten Daten seien „ohne ergänzende Erläuterungen irreführend und begründen den Verdacht eines Handelns mit dem Ziel, ihre Position in der Wahrnehmung des Marktes künstlich aufzublähen“, heißt es in einer Mitteilung. Die Bank hat ihre Bedenken bei der Finanzaufsicht BaFin angemeldet.

Konkret geht es um Aussagen der UniCredit, wonach die Italiener mittlerweile auf 34,35 Prozent an der Commerzbank kämen. Neben direkt gehaltenen Aktien sind auch sogenannte Derivatepositionen enthalten. Die Commerzbank sieht darin einer Verzerrung. Die BaFin äußerte sich bislang nicht dazu.

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