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Startseite»Politik»US-Präsident Trump droht mit „harten“ Angriffen auf Iran
Politik

US-Präsident Trump droht mit „harten“ Angriffen auf Iran

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.06.2026 • 20:18 Uhr

Offiziell herrscht zwischen Iran und den USA eine Waffenruhe. Doch die gegenseitigen Angriffe nehmen wieder zu. Jetzt droht US-Präsident Trump einmal mehr, das Land „hart“ zu treffen.

US-Präsident Donald Trump droht mit weiteren Angriffen auf Iran. „Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Später legte er vor Reportern im Weißen Haus nach. Der US-Präsident kündigte einen neuerlichen Angriff trotz Waffenruhe an. „Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute wieder hart treffen“, sagte Trump. Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke „ausgeschaltet“ würden.

Zudem kritisierte der US-Präsident die iranische Führung: „Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns hin, sie halten uns weiterhin zum Narren.“ Die Verhandlungen über ein Kriegsende ziehen sich seit Wochen hin.

Angriffe nach Abschuss von US-Hubschrauber

Trump hatte Iran zuletzt für den Abschuss eines Kampfhubschraubers vor der Küste des Omans verantwortlich gemacht und am Dienstagabend Vergeltung angekündigt. In der Nacht zum Mittwoch bombardierte das US-Militär dann nach eigenen Angaben iranische Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. Das US-Militär sprach von einer „verhältnismäßigen“ Antwort. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen.

Angesichts der neuen Attacken sagt ARD-Korrespondentin Gudrun Engel in Washington: „Von einer Waffenruhe kann man hier jetzt nicht mehr sprechen.“ Dazu sei die Situation in der gesamten Region „zu fragil“. Trump sei nach dem Abschuss des Hubschraubers unter Zugzwang gewesen. „Keine Reaktion hätte man den USA als Schwäche auslegen können.“

Keine Ergebnisse bei Verhandlungen

Schon kurz nach Kriegsbeginn am 28. Februar hatte sich Trump optimistisch gegeben, dass die USA ihre Ziele in Iran schnell erreichen könnten. Das Narrativ änderte er auch trotz stockender Verhandlungen nicht. Am Mittwoch erklärte Trump Irans Militär einmal mehr für weitgehend besiegt. Die iranischen Streitkräfte seien „ein einziges Chaos“, schrieb er. Große Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. „Sie wurden vollständig besiegt“, schrieb Trump weiter, „der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!“.

Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch. Offiziell gilt im Iran-Krieg seit zwei Monaten eine Waffenruhe. Doch zuletzt schien diese von Tag zu Tag brüchiger zu werden: Bereits am Sonntag war der Konflikt mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gefährlich eskaliert. Israel griff daraufhin Ziele im Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer „sofortigen“ Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen.

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