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Startseite»Politik»USA greifen Iran an – Straße von Hormus angeblich gesperrt
Politik

USA greifen Iran an – Straße von Hormus angeblich gesperrt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.06.2026 • 05:47 Uhr

In der Nacht hat die US-Armee zahlreiche Ziele in Iran angegriffen. Irans Militär erklärte daraufhin, man habe die Straße von Hormus komplett gesperrt. Die USA widersprechen dieser Darstellung.

Das US-Militär hat in der Nacht zahlreiche Ziele in Iran beschossen. „Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression Irans“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit. Es handele sich um „Selbstverteidigungsschläge“. Getroffen worden sein sollen militärische Überwachungsanlagen, Kommunikationssysteme und Flugabwehrstellungen im ganzen Land.

Irans Militär reagierte auf die neuen US-Angriffe nach eigenen Angaben mit der kompletten Sperrung der Straße von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait. Jedes Schiff, das die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der iranischen Militärführung. Zwei Schiffe sollen laut Rundfunk beschossen worden sein.

Es folgten gegenseitige Dementis. CENTCOM schrieb auf X: „Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und heraus.“ Irans Staatsmedien nannten diese Behauptung falsch.

„Werden sie in Grund und Boden bomben“

US-Präsident Donald Trump warf Teheran laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der eigentlich seit zwei Monaten geltenden Feuerpause vor. Sie sei „die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt“, zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News aus einem Gespräch mit dem Präsidenten. Auf welchen Vorfall sich Trump mit diesem Vorwurf konkret bezog, blieb unklar.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran jedoch kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, „werden wir sie in Grund und Boden bomben“, drohte Trump demnach.

Dutzende Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert

Laut Trump seien in der Nacht unter anderem Dutzende Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert worden, schrieb der Fox-News-Reporter. Das nächstgelegene Ziel zur iranischen Hauptstadt Teheran habe wenige Dutzend Kilometer außerhalb der Stadt gelegen.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen im Bereich mehrerer Hafenstädte entlang der Südküste. Demnach wurden zwei Menschen verletzt. Wie die iranische Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. Weitere Detonationen gab es Berichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas.

In der Nacht soll es außerdem nahe der iranischen Hauptstadt Teheran mehrere Angriffe gegeben haben. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsch, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Weiter westlich von Karadsch seien Kampfdrohnen gesichtet worden.

Erst in der Nacht zum Mittwoch hatte das US-Militär als Reaktion auf den Abschuss eines Kampfhubschraubers Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Iran attackiert. Der Iran griff daraufhin US-Stützpunkte in der Golfregion an.

Iran meldet Gegenangriffe auf Golfstaaten

Die iranische Armee meldete derweil, sie habe erneut das regionale Hauptquartier der US-Marine in Bahrain mit Kamikazedrohnen attackiert. Der Angriff habe auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot gezielt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee.

Irans mächtige Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht des Landes – attackierten nach eigenen Angaben unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.

In Bahrain wurde Alarm ausgelöst, wie das Innenministerium des Golfstaats auf X mitteilte. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen. Kuwait sperrte seinen Luftraum wegen erneuten Beschusses aus Iran vorübergehend für die zivile Luftfahrt.

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