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Startseite»Politik»Mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo innerhalb eines Monats
Politik

Mehr als 1000 Ebola-Fälle im Kongo innerhalb eines Monats

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 22.06.2026 • 13:28 Uhr

Vor gut einem Monat brach das Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo aus. Inzwischen ist die Zahl der bestätigten Fälle auf mehr als 1.000 gestiegen. Laut Experten ist der Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht.

In der in der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der Erkrankten weiter rasant an. Das Gesundheitsministerium spricht inzwischen von mehr als 1.000 bestätigten Fällen. Diese sollen sich landesweit auf drei Provinzen erstrecken.

Laut Ministerium werden rund 365 Patienten in Krankenhäusern und Isolationsstationen behandelt. 254 Menschen haben die Krankheit nicht überlebt. 100 Menschen sollen wieder genesen sein. Damit liegt die Sterberate bei rund 25 Prozent.

Gesundheitsexperten besorgt über rasante Ausbreitung

Rund 60 Prozent der Menschen, die mit Ebola-Erkrankten im Kontakt gestanden haben, konnten ermittelt worden, teilte das Ministerium mit. Das reiche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, sei es nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten.

Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte sich bereits mehrfach besorgt über die hohe Zahl der nicht bekannten und nachverfolgten Kontakte geäußert. In der Provinz Ituri, wo das Zentrum des Ausbruchs liegt, ist die vorhandene medizinische Infrastruktur wie in vielen Landesteilen schon unter normalen Umständen schwach.

Zusätzliche Herausforderung für Helfer ist die Unsicherheit in vielen Regionen im Osten des Landes, in denen zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv sind. Die Rebellengruppe M23 kontrolliert derzeit große Teile der beiden ebenfalls von Ebola betroffenen Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu.

Sorge vor Ebola in Flüchtlingslagern

Aufgrund der andauernden Konflikte gibt es im Ostkongo nach UN-Angaben bis zu vier Millionen Binnenflüchtlinge. Diese leben oft unter sehr beengten Verhältnissen in provisorischen Lagern, mit wenig Hygienevorkehrungen und mangelnder Gesundheitsversorgung. Ein Ebola-Ausbruch in einem der Flüchtlingslager wäre nach Angaben von Experten fatal.

Das Internationale Rote Kreuz warnt vor einem langen Kampf gegen das Virus. Demnach sei der Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht. Fachleute befürchten, dass es mindestens ein Jahr dauern könnte, bis der Ausbruch beendet ist.

Noch kein Impfstoff für Ebola-Variante Bundibugyo

Das Ebola-Cirus ist hochansteckend und zeigt sich fast immer durch hohes Fieber. Sie wird sowohl durch den Austausch von Körperflüssigkeiten als auch durch Körperkontakt übertragen. Bei der Ebola-Variante, die zur Zeit im Kongo verbreitet ist, handelt es sich um den sogenannten Typ Bundibugyo. Für diesen Erreger gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff oder eine Therapie. Deshalb können derzeit nur die Krankheitssymptome mit Medikamenten behandelt werden.

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