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Politik

Studie: Mehr junge Menschen machen Drogenerfahrungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.06.2026 • 15:34 Uhr

Die Zahl junger Menschen, die illegale Drogen mindestens ausprobieren, steigt laut einer aktuellen Umfrage. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Streeck, zeigt sich alarmiert. Besonders beunruhigen ihn die Zahlen bei Kokain.

Die Zahl junger Menschen in Deutschland, die schon einmal illegale Drogen wie Kokain genommen haben, ist deutlich gestiegen. In einer repräsentativen Umfrage gaben 18,7 Prozent der befragten 18- bis 25-Jährigen an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. 2023 waren es noch 13,5 Prozent, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni mitteilte.

Laut der „Drogenaffinitätsstudie“ des Instituts lag der Anteil bei den Männern mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen. Auch bei den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren stieg der Anteil der Konsumenten – von 1,5 Prozent im Jahr 2003 auf nun 2,5 Prozent.

Drogenbauftragter alarmiert vom Anstieg des Kokainkonsums

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, kritisierte, junge Menschen kämen leichter an immer potentere Substanzen. „Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind.“

Als besonders alarmierend bezeichnete er den Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen: Hatten 2015 noch 1,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen mindestens einmal Kokain genommen, waren es zehn Jahre später 4,1 Prozent. Abwasseranalysen im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in deutschen Städten deuten ebenfalls auf eine Zunahme des Kokainkonsums in den letzten Jahren hin.

„Gefährliche Täuschung“

„Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung“, betonte Streeck. Kokain mache schnell abhängig und könne schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

Für die „Drogenaffinitätsstudie 2025“ hat das Bundesinstitut von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren gefragt, ob sie in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal eine bestimmte Droge konsumierten. Außerdem spielte eine Rolle, welche Erfahrungen sie in ihrem Leben bereits mit illegalen Drogen machten und auch, mit welcher genau. Wegen der Teil-Legalisierung von Cannabis ist ein längerer Zeitvergleich bei illegalen Drogen aber schwierig.

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