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Startseite»Politik»Hitzewelle in Europa – Vereinigtes Königreich bricht Temperaturrekord
Politik

Hitzewelle in Europa – Vereinigtes Königreich bricht Temperaturrekord

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.06.2026 • 19:05 Uhr

Europa ächzt weiter unter einer Hitzewelle. Großbritannien verzeichnet die höchste Juni-Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Und auch Frankreich meldet Rekord-Hitze – mit 40,9 Grad in Paris.

Im Vereinigten Königreich sind die Temperaturen mit 36,1 Grad auf den höchsten Juni-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen geklettert. Der Rekord sei in Gosport, Hampshire erreicht worden, berichtet die BBC. Der vorherige Höchstwert, der auf den Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1884 zurückgeht, betrug 35,6 Grad. Die jemals im Königreich gemessene Höchsttemperatur lag bei 40,3 Grad, sie wurde im Jahr 2022 gemessen. Die aktuelle Hitzewelle folgt auf einen bereits rekordverdächtigen Mai: Im vergangenen Monat verzeichnete das Land den heißesten Tag des Monats mit 35,1 Grad.

In verschiedenen Teilen Großbritanniens bleiben wegen der hohen Temperaturen Schulen geschlossen oder reduzieren den Unterricht. Der britische Wetterdienst Met Office gab auch für Donnerstag eine rote Warnung vor extremer Hitze aus.

Neuer Rekord auch aus Frankreich

Ähnliche Rekordwerte meldet auch der französische Wetterdienst Météo France. In Paris-Longchamp seien 40,9 Grad gemessen worden – ebenfalls ein Juni-Höchstwert.

Die Alarmstufe Rot gilt in 72 von 101 Départements, in 17 Départements gilt die zweithöchste Alarmstufe. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP sind damit 51 Millionen Menschen in Frankreich von extremen Temperaturen betroffen.

Météo France spricht von einer ungewohnt intensiven Hitzewelle. Erst am Dienstag hatte Frankreich demnach den heißesten Tag – im Landesdurchschnitt der Tages- und Nachtmessungen – seit Beginn der Messungen im Jahr 1947 vermeldet. An der Atlantikküste wurden sogar Temperaturen über 44 Grad gemessen.

Die französische Bahn stellte den Verkehr wegen der extremen Hitze an der Atlantikküste tagsüber größtenteils ein. Auch in der Region Nouvelle-Aquitaine gibt es Einschränkungen.

WHO-Chef warnt

Auch in Spanien und Italien gilt in vielen Teilen des Landes die höchste Hitzewarnstufe. Von der Hitze betroffen sind viele westeuropäische Staaten wie Belgien und Deutschland. Es handelt sich bereits um die zweite Hitzewelle in Europa innerhalb eines Monats. Experten zufolge verschärft der Klimawandel dies zusätzlich.

„Das Wettermuster hinter dieser Hitzewelle ist nicht außergewöhnlich“, sagte Davide Faranda von dem Projekt Climameter. „Was außergewöhnlich ist, ist, dass der Klimawandel den Temperaturen in Teilen Westeuropas bis zu 4 Grad Celsius hinzugefügt hat.“ Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten. Solche Phasen werden demnach in Zukunft häufiger und heftiger.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnt angesichts der aktuellen Hitzewelle vor der tödlichen Gefahr von hohen Temperaturen. „Extreme Hitze zählt zu den schwerwiegendsten und am schnellsten wachsenden Gesundheits- und Sicherheitsbedrohungen, die durch den Klimawandel entstehen“, sagte er. Rund eine halbe Million Menschen würden jährlich weltweit an Hitzefolgen sterben, doch viele dieser Todesfälle seien vermeidbar, sagte Tedros.

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