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Startseite»Politik»Frankreich stoppt erneut Öltanker aus Russland
Politik

Frankreich stoppt erneut Öltanker aus Russland

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 25.06.2026 • 15:47 Uhr

Die französische Marine hat im Mittelmeer zum fünften Mal einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. Laut Präsident Macron wird er verdächtigt, zur russischen Schattenflotte zu gehören.

Die französische Marine hat einen aus Russland kommenden Öltanker in der Nähe von Sizilien angehalten und überprüft. Das Schiff „Deliver“ habe gegen das Seevölkerrecht verstoßen und man habe es am Dienstag gestoppt, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auf einem von ihm geposteten Video war zu sehen, wie bewaffnete Kräfte das Schiff betraten.

Der Öltanker war nach Angaben der Mittelmeer-Präfektur in Toulon unter falscher kamerunischer Flagge im Mittelmeer unterwegs und kam aus dem russischen Primorsk. Das UN-Seerechtsübereinkommen erlaube das Aufbringen von Schiffen, wenn Verdacht auf falsche Beflaggung besteht, betonte die Behörde.

Präsident Macron erklärte, der Einsatz zeige die Entschlossenheit der Europäer. „Wir werden die Schattenflotte nicht Sanktionen umgehen und die russischen Kriegsanstrengungen finanzieren lassen“.

Russland prüft rechtliche Schritte

Russland denkt nun nach Angaben des Moskauer Präsidialamts darüber nach, wegen dieses Tankers vor Gericht zu ziehen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte. Er reagierte auf einen Bericht der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“, wonach die 100.000 Tonnen russischen Rohöls an Bord des Tankers „Smyrtos“ versteigert werden könnten. Die Erlöse sollen demnach der Ukraine zugute kommen.

Peskow sagte dazu: Sollte das russische Öl von Großbritannien verkauft werden, prüfe Russland alle juristischen Schritte und werde diese vollumfänglich einsetzen.

Russland versucht Sanktionen zu umgehen

Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die westlichen Sanktionen zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen.

Frankreichs Verteidigungsministerin Catherine Vautrin betonte, um die russische Kriegswirtschaft zu bremsen, müssten Finanzierungswege gekappt werden. Das Vorgehen der russischen Schattenflotte sei zudem eine direkte Gefahr für die Sicherheit auf See und für die Umwelt.

Frankreich hat in den vergangenen Monaten mehrfach Schiffe angehalten, die es verdächtigt, zur russischen Schattenflotte zu gehören.

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