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Startseite»Politik»Fast 2.000 Tote nach Erdbeben in Venezuela
Politik

Fast 2.000 Tote nach Erdbeben in Venezuela

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 30.06.2026 • 23:05 Uhr

Knapp eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 1.943 gestiegen – etwa 10.000 Personen werden noch vermisst. Doch es werden auch weiter Menschen gerettet – zuletzt ein dreijähriger Junge.

Mindestens 1.943 Menschen sind durch die Erdbeben in Venezuela vor sechs Tagen ums Leben gekommen. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden zudem mehr als 10.500 Personen verletzt, von etwa 10.000 weiteren fehlt noch jede Spur.

Allein in zwei Städten im Bundesstaat La Guaira – Catia La Mar und Caraballeda – hätten sich nach Behörden-Schätzungen zum Zeitpunkt der Beben etwa 30.000 Menschen befunden. 13.500 von ihnen hätten sich selbst in Sicherheit bringen können, 6.400 weitere seien in den Tagen danach gerettet worden, sagte Rodríguez. Zu den anderen 10.000 Menschen machte er keine Angaben.

Die Hoffnung schwindet

Die Hoffnung, noch Überlebende retten zu können, schwindet von Tag zu Tag. Rund 855 Gebäude wurden bei den Beben vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen darunter weiter nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Nach Angaben jordanischer Rettungskräfte wurde ein dreijähriger Junge lebend aus den Trümmern geborgen. Er habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Mehr als 6.400 Personen gerettet

Insgesamt wurden laut Rodríguez bislang mehr als 6.400 Menschen gerettet. Die tatsächliche Zahl der Überlebenden liege wahrscheinlich eher bei 20.000, wenn die Tausenden Menschen berücksichtigt würden, die aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Freunden oder der Familie den Trümmern entkommen konnten.

Die beiden schwersten Beben seit mehr als einem Jahrhundert in Venezuela hatten sich am Mittwoch vergangener Woche im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas ereignet. Sie hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, zudem gab es Dutzende Nachbeben.

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