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Startseite»Politik»UN-Wetterorganisation: El Niño macht Extremwetter jetzt wahrscheinlicher
Politik

UN-Wetterorganisation: El Niño macht Extremwetter jetzt wahrscheinlicher

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 03.07.2026 • 17:58 Uhr

Die UN-Organisation für Meteorologie warnt für die kommenden Monate vor einer weltweiten Zunahme von Hitzewellen und anderen extreme Wetterlagen. Ein Grund sei das Wetterphänomen El Niño, das jetzt an Stärke zunimmt.

In den kommenden Monaten und darüber hinaus steigt laut den Vereinten Nationen (UN) die Wahrscheinlichkeit, dass Hitzewellen, Starkregen und andere extreme Wetterlagen weltweit öfter auftreten.

Das verstärkte Wetterphänomen El Niño sei eine der Ursachen für die Häufung, teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in ihrem monatlichen Klima-Bericht mit. El Niño werde auch zu einem zusätzlichen Anstieg der globalen Temperaturen führen, sagte der WMO-Wissenschaftler Alvaro Silva.

El Niño sorgt für extreme Wetterbedingungen.

Was ist El Niño?

El Niño ist ein natürliches, im Schnitt alle drei bis vier Jahre auftretendes Wetterphänomen. Es geht mit einer Erwärmung des Meerwassers im tropischen Pazifik und schwachen Passatwinden einher. Der Name stammt von Fischern in Peru, die den Temperaturanstieg des Meeres oft in der Weihnachtszeit bemerkten – „El Niño“ heißt übersetzt das Christkind. El Niño kann Australien, Indonesien und anderen Teilen Südasiens schwere Dürren bescheren. Dagegen kann es in Teilen Südamerikas, im Süden der Vereinigten Staaten, am Horn von Afrika und in Zentralasien vermehrt regnen.

El Niño wird an Stärke zulegen

Die Stärke des immer wieder auftretenden Wetterphänomens wird in schwach, moderat, stark oder sehr stark eingestuft. Die WMO-Prognose sieht den diesjährigen El Niño bislang auf der zweithöchsten Stufe. „Die Bedingungen für El Niño haben sich im tropischen Pazifik entwickelt und werden den Vorhersagen zufolge in den kommenden Monaten schnell an Stärke gewinnen“, teilte die UN-Behörde mit.

Es wird erwartet, dass sich El Niño während es Herbstes auf der Nordhalbkugel weiter verstärken wird. Bereits 2024 war durch El Niño zum heißesten jemals gemessenen Jahr geworden.

Hitzewelle in Europa …

In diesem Jahr waren in Europa durch eine frühe Hitzewelle im Juni mehrere Hitzerekorde gebrochen worden. Frankreich erlebte den heißesten Tag seit Beginn der Messungen, und im brandenburgischen Neißemünde-Coschen wurde am 28. Juni mit 41,7 Grad ein neuer deutscher Rekordwert gemessen. Auch die Meere waren im Juni noch nie so warm.

Eine neue Hitzewelle ist für Spanien angekündigt. Am kommenden Wochenende werden Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet. Spätestens ab Sonntag werde es im Südwesten des Landes, aber auch im Norden und Nordosten richtig heiß, warnte der nationale Wetterdienst Aemet.

… und auch in den USA

Zurzeit leiden auch die Menschen in den USA unter einer Hitzewelle. In der Hauptstadt Washington wurden nach Angaben des Wetteramtes am Donnerstag 112 Grad Fahrenheit (knapp 39 Grad Celsius) gemessen. Damit sei ein 128 Jahre alter Temperaturrekord für einen 2. Juli übertroffen worden.

Auch in der Metropole New York ächzten die Menschen unter der Hitze: Im Central Park erreichte die Temperatur am frühen Nachmittag 38 Grad Celsius, an anderen Orten in New York kletterte das Thermometer auf 40 Grad Celsius, ein Rekordwert für einen 2. Juli. Auch im weiter nördlich gelegenen Boston wurde mit 37 Grad Celsius ein Tagesrekord aufgestellt.

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