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Startseite»Politik»Unwetter: Tote und Vermisste nach Fluten und Erdrutsch in China
Politik

Unwetter: Tote und Vermisste nach Fluten und Erdrutsch in China

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.07.2026 • 10:00 Uhr

Regenfälle, Tornados und Erdrutsche: In China sind bei heftigen Unwettern mehrere Menschen gestorben, viele werden noch vermisst. Die Lage bleibt angespannt, ein Taifun soll am Wochenende Taiwan treffen.

Bei einer Serie schwerer Unwetter sind in China mehrere Menschen gestorben, Dutzende werden noch vermisst. In der zentralchinesischen Provinz Hubei kamen mindestens elf Menschen infolge zweier Tornados ums Leben, wie chinesische Staatsmedien berichteten.

Die Wirbelstürme rissen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 149 Kilometern pro Stunde Dächer von Gebäuden und warfen Autos um. Die Stürme trafen über einen Zeitraum von vier Stunden die Städte Huangshi, Huanggang, Ezhou und Xianning in der wichtigen Industrie- und Technologie-Region. Der letzte Wirbelsturm dort ereignete sich im Mai 2021.

In der Nacht zum Dienstag hatten heftige Stürme vor allem den Osten der Region heimgesucht. Die Behörden evakuierten Hunderte Bewohner. Schwere Regenfälle hielten auch den Nordwesten Chinas in Atem. Laut Berichten des Staatsfernsehens verschüttete ein Erdrutsch im Kreis Tanchang in der Provinz Gansu insgesamt 33 Menschen. Helfer retteten bislang 17 Menschen. Die Bergungsarbeiten dauerten noch an, berichteten die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Ein Tornado zieht mit Blitzen und starken Winden durch ein Gebiet in Ezhou in der chinesischen Provinz Hubei.

Vier Tote nach Dammbruch in Südchina

Chinas Präsident Xi Jinping ordnete an, alle Kräfte für die Rettung und die Versorgung von Verletzten zu mobilisieren. Erst am Vortag hatte ein Dammbruch an einem Stausee in Südchina die höchste Hochwasser-Warnstufe ausgelöst.

Der Bruch am Montagmorgen am Liulan-Stausee in Hengzhou in der südlichen Region Guangxi setzte einen ganzen Landstrich unter Wasser, wie Fotos zeigten. Vier Menschen kamen laut jüngsten offiziellen Angaben ums Leben, acht gelten als vermisst. Zehntausende wurden evakuiert.

In Guangxi hatten seit dem Wochenende Ausläufer eines Tropensturms schwere Regenfälle in einige Gebiete gebracht. In sozialen Medien waren Videos von sturzflutartigen Überschwemmungen in der Region zu sehen. Weitere Regenwarnungen gelten für Teile der Nachbarprovinz Guangdong sowie die östlichen Provinzen Anhui, Jiangsu und die im nördlich davon gelegenen Provinzen Shandong, Liaoning und Jilin, wie die chinesische Wetterbehörde mitteilte.

Flussabwärts gelegenen Gebiete des Liulan-Stausees wurden überflutet, nachdem dieser aufgrund heftiger Regenfälle in Hengzhou gebrochen war.

Taifun „Bavi“ nähert sich Südosten

In China kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Überschwemmungen. In diesem Jahr rechnen Meteorologen wegen des Klimaphänomens El Niño mit einem erhöhten Risiko für Extremwetter. Zudem zeigt sich seit einigen Jahren, dass das Regenband weiter nach Norden wandert und auch sonst eher trockene Regionen – wie etwa der Raum Peking – extreme Regenfälle erleben.

Die Lage dürfte angespannt bleiben, da vom Pazifik Taifun „Bavi“ auf den Südosten Chinas zusteuert. Der Tropensturm, der derzeit mit Spitzenwindstärken von weit über 200 Kilometer pro Stunde als Supertaifun gilt, könnte am Samstagvormittag (Ortszeit) auf Taiwan treffen, wie die Wetterbehörde der ostasiatischen Insel mitteilte. Pekings Meteorologen rechnen damit, dass der Sturm wenige Stunden später am Nachmittag China erreicht.

Ein Wirbelsturm gilt als Supertaifun, wenn er anhaltende Höchstwindgeschwindigkeiten von 241 Kilometer pro Stunde oder mehr erreicht.

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