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Startseite»Nachrichten»Moskau wirft Kiew Angriff vor: Chefingenieur des besetzten AKW Saporischschja offenbar tot
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Moskau wirft Kiew Angriff vor: Chefingenieur des besetzten AKW Saporischschja offenbar tot

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Moskau wirft Kiew Angriff vorChefingenieur des besetzten AKW Saporischschja offenbar tot

Das Kernkraftwerks Saporischschja liegt im Süden der Ukraine. (Foto: picture alliance/dpa/Xinhua)

Seit Frühjahr 2022 kontrolliert Russland das größte Atomkraftwerk Europas in der Ukraine. Die Reaktoren sind heruntergefahren, doch es kommt immer wieder zu Drohnenattacken. Der von Russland eingesetzte Chefingenieur soll ums Leben gekommen sein.

Eine Drohne soll nach unbestätigten russischen Angaben den Chefingenieur des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja in der Südostukraine getötet haben. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des Atomkraftwerks an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, gemäß einer Mitteilung bei Telegram. Es sei angeblich ein zielgerichteter Angriff gewesen. Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen.

Kiew bestreitet, Angriffe auf das Gelände oder das Personal des Atomkraftwerks durchzuführen. Das ukrainische Militär betonte, dass sich die eigenen Streitkräfte strikt an das humanitäre Völkerrecht halten würden und sich der katastrophalen Folgen von Angriffen auf nukleare Einrichtungen vollkommen bewusst seien.

Der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom verlangte von der internationalen Atomaufsicht IAEA eine „klare Reaktion“. Die russische Führung sei informiert worden. „Wir fordern von den zuständigen internationalen Gremien, allen voran der IAEA, eine klare und unmissverständliche Erklärung, in der dieser Mord verurteilt wird“, schrieb daraufhin die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei Telegram. Dabei nannte sie den IAEA-Chef Rafael Grossi auch namentlich.

Atomaufsicht IAEA warnt vor AKW-Angriffen

Grossi bezeichnete den Angriff in einem schriftlichen Statement als „inakzeptabel“ und warnte vor einer Gefährdung der nuklearen Sicherheit. Die Organisation rufe zur Einstellung aller Angriffe rund um die ukrainischen Nuklearanlagen auf.

Zuvor hatte der Leiter der russischen Besatzungsbehörden für die Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram über ukrainische Drohnenangriffe auf die Kraftwerksstadt Enerhodar berichtet. Diese Angaben sind bisher nicht unabhängig bestätigt. Es sei zu einem kompletten Stromausfall gekommen.

Das Atomkraftwerk Saporischschja ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden vorsorglich alle Reaktoren heruntergefahren.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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