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Startseite»Nachrichten»Schiffsunglück in Indonesien: Siebenjährige nach drei Tagen gerettet
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Schiffsunglück in Indonesien: Siebenjährige nach drei Tagen gerettet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Überlebende bauten Floß aus KorkSiebenjährige drei Tage nach Schiffsunglück gerettet

Das von der indonesischen Küstenwache zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Suche nach Überlebenden im Unglücksgebiet. (Foto: (Makassar SAR Office via AP))

Vor einer kleinen indonesischen Insel versinkt am Mittwoch ein Boot mit insgesamt 78 Menschen. Fünf der Schiffbrüchigen bauen ein Floß und ernähren sich von Keksen, bis sie gerettet werden. Rettungskräfte suchen nach zahlreichen weiteren Vermissten.

Drei Tage nach einem Schiffsunglück im Meer vor Indonesien sind fünf Überlebende von Fischern gerettet worden. Die Schiffbrüchigen, darunter ein siebenjähriges Mädchen, hätten sich auf einem selbst gebauten Behelfsfloß aus Kanistern und Korkstücken über Wasser gehalten, sagte der örtliche Rettungsleiter Muhammad Arif Anwar. 

Das Passagierschiff sank am Mittwoch nach einem Motorschaden nahe der kleinen Insel Selayar, knapp 79 Kilometer südlich der Provinz Sulawesi. 47 Menschen wurden den Angaben zufolge gerettet. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Zahlreiche weitere werden noch immer vermisst. 

„Nach dem Untergang rettete sich jeder mit der Ausrüstung oder den notdürftigen Schwimmhilfen, die er finden konnte“, sagte Arif. Die fünf Menschen hätten Kanister und Korkstücke mit Seilen zusammengebunden und seien auf die so entstandene Plattform geklettert. 

Die Gruppe bestand nach eigenen Angaben zunächst aus insgesamt 25 Schiffbrüchigen. Durch heftigen Wind seien die fünf jedoch von den anderen getrennt worden. Fischer entdeckten die Überlebenden, die sich an ihre Netze klammerten, am Samstagnachmittag und verständigten die Rettungskräfte. 

Nach drei Tagen mit kaum Nahrung und Wasser seien die Geretteten erschöpft und geschwächt gewesen. Sie hätten sich mit einigen Packungen Instantnudeln und Keksen versorgt, erklärte ein Sprecher.

78 Menschen an Bord

Die Suche nach den übrigen Vermissten dauerte an. Daran beteiligten sich fünf größere Schiffe, ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber. Auf der Passagierliste des Schiffs waren zunächst lediglich 50 Menschen verzeichnet. Eine spätere Überprüfung ergab nach Angaben der Rettungskräfte jedoch, dass sich 78 Menschen an Bord befunden hatten.  

Abweichungen zwischen Passagierlisten und der tatsächlichen Zahl der Reisenden sind in Indonesien häufig. Wegen laxer Sicherheitsvorschriften und schlechten Wetters kommt es dort immer wieder zu Schiffsunglücken. 

Quelle: ntv.de, gri/AFP

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