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Startseite»Nachrichten»Umfrage zu Sachsen-Anhalt: AfD baut Führung aus – aber die Grünen werden zum Spielverderber
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Umfrage zu Sachsen-Anhalt: AfD baut Führung aus – aber die Grünen werden zum Spielverderber

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Umfrage zu Sachsen-AnhaltAfD baut Führung aus – aber die Grünen werden zum Spielverderber

Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt – der Wahlkampf ist im vollen Gange. (Foto: picture alliance / AAPimages/Wehnert)

Die AfD strebt in Sachsen-Anhalt eine Alleinregierung an. Laut einer aktuellen Umfrage liegt sie auch deutlich in Führung. Doch die Grünen kommen auf fünf Prozent. Ihr Einzug in den Landtag könnte der AfD einen Strich durch die Rechnung machen.

Gut fünf Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in der Gunst der Wähler weiterhin deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextemistisch eingestufte AfD kommt laut einer Umfrage von infratest dimap weiter auf 41 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im Mai zwei Prozentpunkte und kommt nur noch auf 24 Prozent.

Der Umfrage zufolge kommt die Linke derzeit auf 13, die SPD auf 7 Prozent. Auch die Grünen haben mit 5 Prozent eine realistische Chance, in den Landtag einzuziehen. Den Einzug verpassen würde dagegen das BSW mit 4 Prozent. Die aktuell noch mitregierende FDP wird wegen ihrer niedrigen Werte nicht einzeln ausgewiesen. Die Umfrage wurde im Auftrag von MDR, WDR, „Mitteldeutscher Zeitung“ und „Volksstimme“ vorgenommen.

Schulz kritisiert Bundesregierung

Ministerpräsident Schulze wertete die jüngsten Ergebnisse als positives Zeichen. „Die Umfrage sagt ganz klar, dass keiner hier eine Mehrheit hat, dass es am Ende hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Nun gelte es, um jede Stimme zu kämpfen.

Dieser Kampf sei allerdings wegen des Handelns der Bundesregierung in den vergangenen Wochen „unheimlich schwer“ gewesen, so der CDU-Politiker. „Wenn diese Berliner Themen nun jetzt endlich mal zu Ende sind und diese Schlagzeilen nicht den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt überlagern, dann wird es uns auch gelingen, Unterstützung aus der Bevölkerung noch stärker zu bekommen als das, was wir jetzt in der Umfrage sehen.“

Für die Grünen seien die neuen Umfragewerte Antrieb und Motivationsschub, sagte der Bundesvorsitzende Felix Banaszak. „Je mehr Parteien in den Landtag einziehen, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, desto unwahrscheinlicher ist, dass Regierungsmacht und damit der Zugriff auf Polizei, Justiz und Schule an die AfD übertragen wird“, erklärte er.

„Wir werden alles daransetzen, dass rechte Politik keine Wirkung hat“, betonte Linken-Politikerin Eva von Angern. Auch ihre Partei zeigte sich zufrieden mit den neuesten Umfragewerten.

Unzufriedenheit wächst

Laut der Umfrage wächst zudem die Unzufriedenheit mit der Landesregierung aus CDU, SPD und FDP. Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Das sind vier Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Umfrage.

Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD und CDU nach der jüngsten Umfrage nahezu gleichauf. Für die AfD sprechen sich 44 Prozent aus, für die CDU 43 Prozent. CDU-Spitzenkandidat Schulze kann seine Bekanntheit zwar deutlich steigern, doch nur 29 Prozent sind mit ihm zufrieden. Mit AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund sind 35 Prozent zufrieden.

Die AfD strebt nach der Landtagswahl am 6. September eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen. Dies ist auch davon abhängig, wie viele Parteien insgesamt ins Parlament einziehen werden. Bleiben die Grünen über der Fünf-Prozent-Hürde, könnte dies eine AfD-Regierung verhindern.

Allerdings gibt es sonst keine realistischen Optionen für ein stabiles Regierungsbündnis. Die CDU schließt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken aus. Sollte die AfD die parlamentarische Mehrheit verfehlen, wäre eine von den Christdemokraten geführte Minderheitsregierung denkbar, die dann aber auf eine Zusammenarbeit unter anderem mit der Linkspartei angewiesen wäre.

Infratest dimap befragte 1149 wahlberechtigte Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter telefonisch und online im Zeitraum vom 23. bis 28. Juli. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. 

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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