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Startseite»Nachrichten»Kritik am Aus der Rente mit 63: Schulze will Rentenreform „nicht grundsätzlich infrage stellen“
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Kritik am Aus der Rente mit 63: Schulze will Rentenreform „nicht grundsätzlich infrage stellen“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kritik am Aus der Rente mit 63Schulze will Rentenreform „nicht grundsätzlich infrage stellen“

Die Empfehlungen der Kommission bildeten „die Grundlage für die weiteren politischen Beratungen“, sagt Sven Schulze. (Foto: picture alliance/dpa)

CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland stemmen sich gegen die Abschaffung der Rente mit 63 – und lösen parteiübergreifende Zweifel aus. Das Rentenpaket müsse die „unterschiedlichen Lebensrealitäten“ abbilden, präzisiert Ministerpräsident Schulze seine Kritik.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat Forderungen aus Ostdeutschland nach Änderungen an den Vorschlägen der Rentenkommission präzisiert. „Es geht nicht darum, die Rentenreform insgesamt infrage zu stellen“, sagte Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Uns ist wichtig, dass die unterschiedlichen Erwerbsbiografien und Lebensrealitäten in Ostdeutschland in den weiteren Beratungen berücksichtigt werden.“

Hintergrund ist der Abschlussbericht der Alterssicherungskommission, der unter anderem das Aus für die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren empfiehlt. Die Vorschläge hatten zuletzt vor allem in Ostdeutschland Kritik ausgelöst. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten forderten Nachbesserungen und wandten sich gegen ein Ende der sogenannten Rente mit 63.

Schulze betonte, die Empfehlungen der Kommission bildeten nun „die Grundlage für die weiteren politischen Beratungen“. Die ostdeutschen Regierungschefs hätten mit ihrer gemeinsamen Erklärung deutlich gemacht, „dass die Interessen der Menschen in Ostdeutschland dabei angemessen berücksichtigt werden müssen“. Man stehe dazu „im regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Gesprächspartnern auf Bundesebene“ und werde die eigene Position „auch weiterhin konstruktiv einbringen“.

Pascal Reddig, stellvertretender Vorsitzender der Rentenkommission, warnte unterdessen davor, einzelne Reformbausteine aus dem Gesamtpaket herauszulösen. „Die abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren kostet die Solidargemeinschaft jährlich einen zweistelligen Milliardenbeitrag und erreicht ihr ursprüngliches Ziel nicht, Menschen in körperlich harten Berufen einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deshalb habe die Kommission empfohlen, sie durch eine zielgenaue Schutzrente für gesundheitlich belastete Personen zu ersetzen.

„Wenn wir hingegen jetzt die Abschaffung der Rente mit 63 aus dem Gesamtpaket herauslösen, kann das ganze Haus der Rentenreform zusammenstürzen“, warnte Reddig. Die vorgeschlagenen Maßnahmen stünden „in Wechselwirkung zueinander und sind nur im ausgewogenen Gesamtpaket langfristig finanzierbar“.

Quelle: ntv.de, bho

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