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Startseite»Nachrichten»Wales und England konsequent: Erste Nationalverbände verweigern Infantino die Wiederwahl
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Wales und England konsequent: Erste Nationalverbände verweigern Infantino die Wiederwahl

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wales und England konsequent

Erste Nationalverbände verweigern Infantino die Wiederwahl

03.08.2026 | 11:52 Uhr

Einen zweiten Kandidaten für die Wahl zum FIFA-Präsidenten gibt es bislang nicht – aber mehrere Länder, die Gianni Infantino die Gefolgschaft verweigern. Aus Wales und England kommen eindeutige Signale.

Im wachsenden Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino ziehen Wales und England als erste nationale Verbände ihre Unterstützung für eine Wiederwahl des Schweizers zurück. Der walisische Fußballverband FAW bestätigte englischen Medien, die FIFA über den Schritt informiert zu haben und Infantinos Kandidatur für die Amtszeit von 2027 bis 2031 nicht länger zu unterstützen. Wenig später zog auch der englische Verband nach, laut „Times“ und Sky News werde die FA Infantino ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen.

„Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können“, wird Wales, der Co-Gastgeber der EM 2028 im Vereinigten Königreich, in dem Bericht zitiert. „Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen.“

„Trump und Infantino haben zusammengearbeitet“

Der Schritt folgte auf die heftige Kritik an den inzwischen aufgegebenen FIFA-Plänen, Anteile an den kommerziellen Rechten der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Nach massivem Widerstand aus dem Weltfußball hat Infantino sein Vorhaben am Wochenende wieder zurückgezogen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA), bei der Wales und England Mitglieder sind, hatte zuvor mit einem Boykott gedroht und ging den Schweizer auch danach scharf an.

Laut eines Berichts von Sky Sports wächst insbesondere in Europa der Druck auf den seit 2016 amtierenden FIFA-Chef. Weitere Verbände könnten dem Beispiel von Wales und England folgen und ihre Unterstützung zurückziehen. Am 18. März 2027, auf dem 77. FIFA-Kongress im marokkanischen Rabat, will sich Infantino den Statuten gemäß ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Bislang gibt es keinen Gegenkandidaten.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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