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Startseite»Nachrichten»Wahleinmischung aus Moskau?: Frankreich: Russland hat „komplette Lüge viral gehen lassen“
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Wahleinmischung aus Moskau?: Frankreich: Russland hat „komplette Lüge viral gehen lassen“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wahleinmischung aus Moskau?Frankreich: Russland hat „komplette Lüge viral gehen lassen“

Die Kampagne gegen Raphaël Glucksmann ging auf das Propagandanetzwerk Storm-1516 zurück, das mit dem russischen Geheimdienst in Verbindung gebracht wird. (Foto: picture alliance / SIPA)

Im Vorfeld der Bundestagswahlen vermuten deutsche Sicherheitsbehörden russische Einmischung. Auch in Frankreich scheint ähnliches vonstatten zu gehen. Unter anderem berichten Ermittler von manipulierten Dokumenten, mit KI reproduzierten Stimmen und einem vollständig gefälschten Video.

Die Sicherheitsbehörden in Frankreich haben Hinweise auf eine Einmischung Russlands vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde in der vergangenen Woche eine Desinformationskampagne aufgedeckt, die sich gegen den Linkspolitiker, Kreml-Kritiker und wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Raphaël Glucksmann richtete. Die Kampagne ging auf das Propagandanetzwerk Storm-1516 zurück, das mit dem russischen Geheimdienst in Verbindung gebracht wird.

„Die russischen Sicherheitsdienste haben ihre Operationen zur Destabilisierung des Wahlkampfs für 2027 begonnen“, schrieb Glucksmann selbst in Onlinenetzwerken. Die ihn betreffende, erfundene Geschichte sei auf einer Website erschienen, die das seriöse Onlinemedium Blast imitierte.

Sie habe gefälschte Dokumente, mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) reproduzierte Stimmen und ein vollständig gefälschtes Video enthalten. „Das Ziel besteht darin, eine komplette Lüge viral gehen zu lassen, um Persönlichkeiten zu diffamieren, die vom russischen Regime als feindlich angesehen werden“, erklärte Glucksmann, der das Vorgehen Russlands in der Ukraine wiederholt scharf kritisiert hat.

Storm-1516 hatte im vergangenen Monat auch Ex-Premierminister Edouard Philippe ins Visier genommen, der ebenfalls bei der Präsidentschaftswahl antreten will. Dazu wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Onlinenetzwerken Falschinformationen über seinen Gesundheitszustand verbreitet.

Der Mitte-Rechts-Politiker Philippe gilt als der Politiker, der dem rechtspopulistischen Rassemblement National (RN) am ehesten Paroli bieten kann. Dem RN um Marine Le Pen werden seine bislang besten Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt – trotz der Verurteilung Le Pens wegen Veruntreuung von EU-Geldern.

Im Vorfeld der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatten die deutschen Sicherheitsbehörden ebenfalls mutmaßliche russische Desinformation registriert. Auch hier deuteten die Erkenntnisse auf einen Bezug zu Storm-1516 hin.

Quelle: ntv.de, toh/AFP

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