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Startseite»Nachrichten»Opfer saß in Café: Unbekannter schießt auf 22-Jährigen in Berlin-Kreuzberg
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Opfer saß in Café: Unbekannter schießt auf 22-Jährigen in Berlin-Kreuzberg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Opfer saß in CaféUnbekannter schießt auf 22-Jährigen in Berlin-Kreuzberg

Die Polizei ist im Berliner Graefekiez wegen eines Schusswaffenangriffs im Einsatz – nicht zum ersten Mal. (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

In Berlin-Kreuzberg fallen am Abend Schüsse – wieder liegt der Tatort im Graefekiez. Der Angreifer zielte auf einen jungen Mann. Das Opfer liegt im Krankenhaus, vom Täter fehlt noch jede Spur.

In der Graefestraße in Berlin-Kreuzberg hat ein Unbekannter auf einen Mann geschossen. Die Schüsse auf den 22-Jährigen seien gegen 20.40 Uhr abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Verletzte sei von den Einsatzkräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden – es bestehe derzeit keine Lebensgefahr. Die Polizei fahndet nach dem Täter und versucht, den Fluchtweg zu rekonstruieren. Die Mordkommission ist eingeschaltet. Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ saß das Opfer in einem Café, als es von mehreren Kugeln getroffen wurde.

Im Graefekiez und unweit davon sind in diesem Jahr schon mehrfach Schüsse gefallen. Hintergrund war dem „Tagesspiegel“ zufolge eine Fehde zwischen einem Zweig der Remmo-Großfamilie und einer Bande junger Männer aus einem Wohnkomplex in der Gegend. Ob die jüngste Tat auch damit in Zusammenhang steht, ist noch unklar.

Immer öfter wird scharf geschossen

Am 19. März etwa hielt sich ein 23-Jähriger mit einem Bekannten auf dem Gehweg der Graefestraße auf, als unvermittelt mehrere Schüsse auf ihn abgegeben wurden. Zwei Männer wurden damals beobachtet. Im Mai wurden vier Tatverdächtige gefasst.

Im Mai wurde in Urbanstraße auf ein Auto geschossen. Ersten Ermittlungen zufolge waren zwei Täter laut Polizei auf einem Motorroller unterwegs. Sie stoppten demnach, der Beifahrer stieg am Mittelstreifen ab. Aus der anderen Richtung kam ein Auto mit vier Insassen, auf das der Beifahrer des Rollers mehrfach schoss. Die Täter flüchteten anschließend mit dem Roller. Im Auto saßen vier polizeibekannte Männer im Alter von 24, 32, 35 und 55 Jahren.

Wenige Tage später wurde in der Urbanstraße nachts auf einen Spielplatz geschossen, auf dem sich ein Mann aufhielt, wie die Staatsanwaltschaft damals mitteilte. Dieser blieb demnach unverletzt. Laut Zeugen flüchtete ein unbekannter Täter zu Fuß Richtung Hermannplatz.

Auch in anderen Gegenden der Hauptstadt haben Schusswaffenvorfälle in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Das Landeskriminalamt hat deshalb im letzten Herbst die Sondereinheit „Ferrum“ eingerichtet. Ende Februar kam die Ermittlungsgruppe „Telum“ dazu, um die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität zu verstärken. Hintergrund waren wiederholte Straftaten gegen türkisch-kurdische Gewerbetreibende, insbesondere Schüsse auf deren Lokale durch mutmaßlich türkisch-kurdische Mitglieder der organisierten Kriminalität.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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