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Startseite»Nachrichten»Sprengsatz am Flughafen Leipzig: Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall zurück
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Sprengsatz am Flughafen Leipzig: Russland weist Verantwortung für Drohnenvorfall zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sprengsatz am Flughafen LeipzigRussland weist Verantwortung für Drohnenvorfall zurück

Polizisten gehen über eine Wiese auf dem Gelände des Flughafens Leipzig. Die Ermittlungen nach der Entdeckung der Sprengstoff-Drohne dauern an. (Foto: picture alliance/dpa)

Erstmals äußert sich Russland zum Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle. Die Botschaft des Landes in Berlin sieht eine „fingierte Provokation“, die Kiew diene. Hybride Attacken gegen Deutschland gebe es nicht, wird behauptet.

Russland bestreitet nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen in scharfem Ton, dass es hybride Angriffe von seiner Seite gegen Deutschland gebe. Die russische Botschaft in Berlin zeigte sich in einer Erklärung zudem „besorgt über eine neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland“.

Bei den Mutmaßungen über einen russischen Anschlagsversuch handle es sich um eine „fingierte Provokation, die nur den Interessen des Kiewer Regimes und des militaristischen Flügels des europäischen Polit-Establishments dient“, hieß es in der auf Russisch veröffentlichten Erklärung. In den sozialen Medien veröffentlichte die russische Botschaft eine Version auf Deutsch.

„Die größte Gefahr, der sich Deutschland heute ausgesetzt sieht, besteht nicht in angeblichen ‚hybriden Attacken‘ aus Moskau, die es nicht gibt“, schreibt die Botschaft weiter. Die Gefahr bestehe vielmehr „in Politikern, die mit Begeisterung Szenarien für einen baldigen Krieg mit Russland entwickeln und die wollen, dass deutsche Bürger sich daran beteiligen“. Mit solchen Berichten wollten europäische Politiker lediglich ihre Unterstützung für die Ukraine rechtfertigen.

Flughafen Ukraine-Drehkreuz

Die Drohne wurde in der Nacht zum Mittwoch durch einen Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt. Der an ihr befestigte Sprengsatz wurde von Experten der Bundespolizei entschärft. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU hatte sich am Mittwoch mit Vertretern von Polizei und Sicherheitsbehörden am Flughafen Leipzig über die Lage informiert. Er sprach danach von einem „neuen Bedrohungsszenario“. Ohne einen möglichen Urheber zu nennen, sah der Innenminister ein Ereignis, das „möglicherweise auch fremde Mächte mit einschließt“. Vermutungen richten sich gegen Russland, Belege dafür gibt es aber bisher nicht.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

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