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Startseite»Nachrichten»Frau in Italien wird fremder Embryo implantiert
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Frau in Italien wird fremder Embryo implantiert

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Namen vertauschtFrau in Italien wird fremder Embryo implantiert

Die Eizelle wird im Labor befruchtet und anschließend in die Gebärmutter eingesetzt. Dem Team des San-Raffaele-Krankenhauses in Mailand ist dabei ein gravierender Fehler unterlaufen. (Foto: Boston Globe via Getty Images)

In Italien geschieht das Unfassbare: Während einer künstlichen Befruchtung wird einer Frau der falsche Embryo eingesetzt. Die Klinik hat die Embryonen zweier Paare vertauscht. Der Fehler viel schnell auf, die Gesundheitsbehörden haben den Betrieb der Station jedoch vorerst gestoppt.

Aus Versehen ist einer Frau in Italien bei einer künstlichen Befruchtung der falsche Embryo eingesetzt worden. Zu dem Fehler kam es im vergangenen Monat in einem Krankenhaus in Mailand, wo zwei Paare darauf warteten, dass den beiden Frauen nach der Befruchtung im Labor eine befruchtete Eizelle übertragen wird.

Nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ wurde dann jedoch der Frau, die als erste an der Reihe war, versehentlich ein Embryo des zweiten Paares eingesetzt. Offenbar waren die Namen der beiden Frauen verwechselt worden.

In der Klinik – dem renommierten San-Raffaele-Krankenhaus der norditalienischen Großstadt – sind auf Anweisung der Gesundheitsbehörden alle solchen Eingriffe nun vorübergehend gestoppt. Sie sollen erst nach einer gründlichen Überprüfung, wie es zu dem Irrtum kommen konnte, wieder aufgenommen werden.

Fehler fiel nach acht Minuten auf

Der Fehler geschah am Vormittag des 23. Juli: Zwei Paare, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen konnten, hatten nacheinander Termine in der Klinik. Nach einem ersten Untersuchungsbericht, aus dem „La Repubblica“ zitiert, wurde kurz nach 11 Uhr der ersten Frau wie geplant ein Embryo implantiert – allerdings nicht ihr eigener, sondern der Embryo des anderen Paares. Dem Bericht zufolge fiel der Fehler bereits nach acht Minuten auf, weil eine der beiden beteiligten Biologinnen nochmals den Namen kontrollierte.

Zusammen mit dem Paar sei dann beschlossen worden, den versehentlich implantierten Embryo abzusaugen, heißt es darin weiter. Der eigene Embryo des Paares, der ja nicht verwendet worden war, wurde wieder konserviert.

Im Durchschnitt nistet sich ein Embryo nach einer solchen Transplantation in etwa 30 bis 40 Prozent der Fälle tatsächlich in der Gebärmutter ein. In Italien versuchen jedes Jahr mehr als 80.000 Paare, durch künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen.

Ärzte berichteten vorerst nichts

Dem anderen Paar, von dem der eingesetzte Embryo stammte, wurde noch am selben Tag ein zweiter Embryo übertragen, der auch tatsächlich von diesen beiden stammte. Die Ärzte berichteten ihnen von dem Fehler zunächst nichts.

Begründet wurde dies damit, dass man „emotionalen und psychischen Stress in den Tagen, in denen die Einnistung des Embryos stattfinden könnte“, vermeiden wollte. Inzwischen wurde auch dieses Paar informiert.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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