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Startseite»Nachrichten»Senkung der Freibeträge: Klingbeil will größere Vereine stärker zur Kasse bitten
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Senkung der Freibeträge: Klingbeil will größere Vereine stärker zur Kasse bitten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Senkung der FreibeträgeKlingbeil will größere Vereine stärker zur Kasse bitten

Statt eines Freibetrags von 5000 Euro soll für nicht gemeinnützige Vereine eine Freigrenze von 1000 Euro gelten. (Foto: picture alliance / Flashpic)

Gemeinnützige Vereine sind in Deutschland von fast allen Steuerarten befreit. Für nicht gemeinnützige Vereine gilt ein Freibetrag von 5000 Euro. Diese Grenze plant Finanzminister Klingbeil nach unten zu korrigieren.

Auf große Vereine in Deutschland könnten bald höhere Steuern zukommen. Finanzminister Lars Klingbeil will die Freibeträge für steuerpflichtige Vereine deutlich senken. Das geht aus einem Entwurf aus dem Finanzministerium hervor. Nicht betroffen wären gemeinnützige Vereine, also kleine Sportvereine, Musikvereine, Umwelt- und Tierschutzvereine, Wohlfahrts-, Feuerwehr- und Heimatvereine. Sie sind mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit von fast allen Steuerarten befreit.

Nicht gemeinnützig sind etwa Vereine, die wirtschaftliche Interessen verfolgen. Dazu können Wirtschaftsverbände, Vereine mit großen Immobilienbeständen, aber auch Profisportvereine zählen. Für sie soll künftig statt eines Freibetrags von 5000 Euro eine Freigrenze von 1000 Euro gelten.

Der Gesetzentwurf wird derzeit in der Bundesregierung abgestimmt. In einem nächsten Schritt würden Stellungnahmen von Verbänden und Betroffenen eingeholt, bevor sich Kabinett und Bundestag damit befassen. Das bayerische Finanzministerium hat Sorge, dass auch kleinere Vereine betroffen sein könnten – etwa dann, wenn sie ein Fest veranstalten und dort mit dem Verkauf von Bratwürsten und Getränken Gewinne erzielten. Allerdings: Einnahmen aus solchen Aktivitäten sind bis zu einer Grenze von 50.000 Euro brutto für gemeinnützige Vereine ohnehin steuerfrei – unabhängig von der Höhe des Gewinns. 

„Sowohl das Ehrenamt als auch unsere Vereine sind eine wesentliche Stütze unserer Gesellschaft und stärken den sozialen Zusammenhalt“, sagte Finanzminister Albert Füracker. Die Pläne des Bundesfinanzministers gingen in die falsche Richtung. „Bayern wird hier nicht mitmachen“, sagte Füracker. Der Freistaat werde sich im Rahmen einer Bundesratsinitiative sogar für eine Verdoppelung des Freibetrags auf 10.000 Euro einsetzen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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