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Startseite»Nachrichten»Trump soll sich „raushalten“: Iran fordert Entschädigung von USA für Öffnung der Straße von Hormus
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Trump soll sich „raushalten“: Iran fordert Entschädigung von USA für Öffnung der Straße von Hormus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Trump soll sich „raushalten“Iran fordert Entschädigung von USA für Öffnung der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus spielt beim weltweiten Erdöl- und Flüssigashandel eine wichtige Rolle. (Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa)

Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran ist die Schifffahrt in der Straße von Hormus gestört. Teheran spricht mit dem Oman über eine neue Route. Währenddessen beschuldigen die Vereinigten Arabischen Emirate Teheran, einen Öltanker angegriffen zu haben.

Nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghdschi stehen der Iran und der Oman vor einer Einigung über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus. Derzeit werde über eine alternative Route verhandelt, sagte Araghdschi. Einer Einigung sei man „sehr nahe“.

Technische und rechtliche Fragen müssten noch für eine dauerhafte Lösung geklärt werden. Als Bedingung nannte der Minister eine Entschädigung für die aus Sicht Teherans erfolgten US-Verstöße gegen die Absichtserklärung von Islamabad, mit der der Nahost-Konflikt entschärft werden sollte.

Auch ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden sagte, die USA müssten auf iranische Forderungen eingehen, bevor die Meerenge wieder geöffnet werde. Eine Einigung mit dem Oman werde nicht direkt dazu führen, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

Trump behauptete, an Verhandlungen beteiligt zu sein

Der Sprecher erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Straße von Hormus geregelt werden sollen. 

US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit gesagt, an den Verhandlungen beteiligt zu sein. Sollte aus den Gesprächen ein Mechanismus hervorgehen, mit dem der Iran maßgeblich die Schifffahrt in der Meerenge kontrollieren kann, wäre dies nach monatelangen US-Angriffen ein strategischer Sieg für Teheran.

Schiff aus Emiraten soll angegriffen worden sein

Unterdessen beschuldigen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Iran, ein mit dem staatlichen Ölkonzern ADNOC verbundenes Schiff in der strategisch wichtigen Straße von Hormus angegriffen zu haben. Die VAE verurteilten den Vorfall als „Akt der Piraterie“. Verletzte wurden einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge nicht gemeldet. Auch Angaben zum betroffenen Tanker, seiner Ladung oder zu möglichen Schäden wurden zunächst nicht gemacht.

Das Außenministerium der Emirate verurteilte den „feindlichen iranischen Angriff“ und warf den Revolutionsgarden vor, die Handelsschifffahrt ins Visier zu nehmen und die Wasserstraße als Mittel für wirtschaftlichen Druck zu missbrauchen. Der Angriff verstoße gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Freiheit der Schifffahrt. Das Ministerium forderte den Iran auf, die Angriffe einzustellen und die Meerenge vollständig und bedingungslos wieder zu öffnen.

Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran am 28. Februar wurde die Schifffahrt in der Meerenge wiederholt gestört. Vor dem Konflikt wurde etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgasbedarfs durch die Wasserstraße transportiert. ADNOC hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass das Unternehmen erheblich von „unprovozierten Angriffen“ betroffen sei. Seit Beginn des Konflikts seien 15 seiner Schiffe mit Raketen und Drohnen angegriffen worden, davon drei in dieser Woche. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet und 20 weitere verletzt worden.

Quelle: ntv.de, bho/rts/dpa

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