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„Tiefer Schmerz“: Lionel Messi trauert um verstorbenen Vater

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Tiefer Schmerz“

Lionel Messi trauert um verstorbenen Vater

08.08.2026 | 18:37 Uhr

Schlimme Nachrichten für Lionel Messi: Vater und Manager Jorge stirbt nach schwerer Erkrankung. Der Superstar trauert, sein Jugendverein verabschiedet sich mit „tiefem Schmerz“ vom Vater.

Fußball-Superstar Lionel Messi trauert um seinen Vater und Manager Jorge. Der Jugendverein des achtmaligen Weltfußballers kondolierte: „Der Club Atlético Newell’s Old Boys verabschiedet sich mit Trauer und tiefem Schmerz von Jorge Messi.“ Zuvor hatten argentinische Medien übereinstimmend berichtet, der 68-Jährige sei am Freitagabend (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Rosario verstorben.

Lionel Messi, der stets um Privatsphäre bemüht ist, hatte zuletzt bezüglich des Gesundheitszustandes seines Vater Stillschweigen bewahrt. Während der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hatte die schwere, im Detail nicht kommunizierte Erkrankung des Argentiniers für Aufsehen gesorgt, ein Sender im Land des dreimaligen Weltmeisters verkündete fälschlicherweise gar den Tod Jorge Messis.

Sohn Lionel (39) gehörte bei seiner sechsten WM-Teilnahme zu den prägenden Spielern des Turniers, nach seinem Hattrick in Argentiniens Auftaktspiel gegen Algerien weinte er auf dem Platz und löste damit Spekulationen aus. Später erklärte er, einige schwierige Tage lägen hinter ihm, sein Gefühlsausbruch habe nichts mit Sport zu tun.

„Vater hat mir enorm geholfen“

Die Verbindung zwischen Vater und Sohn war immer äußerst eng. „Mein Vater hat mir enorm geholfen. Er war immer sehr kritisch mir gegenüber. Das hat mich dazu angespornt, immer weiter an meine Grenzen zu gehen“, sagte Lionel Messi im Jahr 2022 gegenüber DirecTV Sports.

Jorge Messi, geboren 1956, arbeitete zunächst in einer Stahlfabrik. Als er das große Talent seines dritten Sohnes Lionel erfasste, konzentrierte er sich auf die Förderung von dessen Karriere. Der kleingewachsene Lionel wechselte mit 13 Jahren in die Jugendabteilung des FC Barcelona, erhielt eine Hormontherapie, wurde mit 17 Jahren zum Profi und prägte die größte Ära des Klubs, zwischen 2009 und 2015 gewann Barca dreimal die Champions League.

Später erinnerte Messi sich daran, wie schwer gerade die ersten Jahre in Barcelona waren. „Als wir dort ankamen, schloss ich mich oft in meinem Zimmer ein, um allein zu weinen, und mein Vater tat dasselbe – entweder, ohne dass ich es mitbekam, oder in dem Glauben, ich würde es nicht sehen. Wir taten so, als ginge es uns gut, aber wir hatten schwer zu kämpfen.“ Messi wurde zum Weltstar, gewann achtmal den Ballon d’Or und prägte mit Cristiano Ronaldo eine ganze Generation.

Große Verträge, dann Steuerbetrug

Jorge Messi, Vater von vier Kindern, verhandelte die großen Verträge seines Sohnes, so auch bei den Wechseln von Lionel Messi zu Paris Saint-Germain (2021) und zwei Jahre später zu Inter Miami. Interviews gab er fast nie, 2013 machte er im kicker eine Ausnahme. „An dem Tag, an dem Leo nicht mehr spielt, wird eine große Illusion verloren gehen. Wahrscheinlich werde ich dann nicht mehr Fußball sehen“, sagte er damals: „Ich liebe den Fußball, aber mit vorzustellen, dass Leo eines Tages nicht mehr spielt, lässt mich erschaudern“.

2016 mussten sich Vater und Sohn wegen Steuerbetrugs in drei Fällen vor einem Gericht in Spanien verantworten. Sie wurden in drei Fällen zu jeweils 21 Monaten Haft verurteilt. Die Haftstrafe wurde letztlich in eine Bewährungsstrafe umgewandelt, da beide nicht vorbestraft waren und die Summe von rund 4,1 Millionen Euro an Steuern nebst Geldstrafen nachgezahlt hatten.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid

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