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Startseite»Nachrichten»3500 Menschen auf „Schanzenfest“: „Drachenlord“-Hater sorgen für Gewalt in Franken
Nachrichten

3500 Menschen auf „Schanzenfest“: „Drachenlord“-Hater sorgen für Gewalt in Franken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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3500 Menschen auf „Schanzenfest“„Drachenlord“-Hater sorgen für Gewalt in Franken

Teilnehmer der sogenannten „Schanzenfestes“ warfen unter anderem Böller auf Polizisten. (Foto: picture alliance/dpa/NEWS5)

Rainer Winkler alias der „Drachenlord“ wohnt schon lange nicht mehr im fränkischen Altschauerberg. Dennoch ziehen seine Gegner alljährlich noch immer in den Ort und veranstalten ein „Schanzenfest“. Dieses Jahr sind es 3500. Die Polizei muss einige von ihnen festnehmen.

Der Streit um den YouTuber „Drachenlord“ lässt einen kleinen Ort in Mittelfranken seit Jahren nicht zur Ruhe kommen. Nun strömten trotz eines Verbots erneut Tausende Menschen ins bayerische Emskirchen, den ehemaligen Wohnort des Videoproduzenten. Die Polizei sprach von einer „aggressiven Stimmung“, Gewalt und Festnahmen.

Die Polizei zählte am Samstag in der Spitze rund 3500 Menschen, die sich am Rande des Gemeindeteils Altschauerberg zu dem sogenannten Schanzenfest versammelten. Einsatzkräfte verhinderten demnach, dass die Teilnehmer in den Ort selbst vordringen konnten. Dabei sei es zu Beleidigungen und Angriffen gekommen.

Auf Polizeipferde seien Böller geworfen worden, weshalb einzelne Teilnehmer festgenommen worden seien. Auch in angrenzenden Waldstücken sollen Menschen Böller gezündet haben. Allgemein sei während des Einsatzes eine „sehr aggressive Grundstimmung“ von den Teilnehmern ausgegangen, so die Polizei. Gegen 16.15 Uhr habe die Mehrzahl den Ort wieder verlassen.

Versammlungsverbot wird erneut ignoriert

Schon im August 2025 waren wegen „Drachenlord“ Tausende in den kleinen Ort gekommen. Die Polizei sprach damals von in der Spitze bis zu 4000 Menschen. In diesem Jahr verlängerte die Behörde daher im Vorfeld eine Allgemeinverfügung, die unter anderem die Ansammlung von mehr als acht Personen untersagte. Unterbinden konnte die Polizei die Versammlung nicht.

Zwischen dem YouTuber, der Videos über sein Leben veröffentlichte, und seinen Gegnern gab es in der Vergangenheit immer wieder Streit. Er provozierte in seinen Clips mit zum Teil extremen Ansichten.

Die Polizei musste über Jahre meist mehrmals täglich wegen Ruhestörung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und anderer Anzeigen in den Ort ausrücken. Auch zu „Schanzenfesten“, bei denen zahlreiche Menschen nach Altschauerberg zogen, war es in der Vergangenheit bereits gekommen. Das Haus hat der Youtuber inzwischen verkauft und ist weggezogen.

Mehrere der Gegner wurden in den vergangenen Jahren bereits wegen Straftaten gegen den Videoblogger verurteilt oder wegen Ordnungswidrigkeiten bestraft. Auch der „Drachenlord“ selbst wurde nach gegenseitigen Beschimpfungen gewalttätig und musste sich wegen mehrerer Fälle vor Gericht verantworten. 2022 wurde er vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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