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Startseite»Nachrichten»„Ära ist vorbei“: Ligachef setzt zum nächsten Frontalangriff gegen Infantino an
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„Ära ist vorbei“: Ligachef setzt zum nächsten Frontalangriff gegen Infantino an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Ära ist vorbei“

Ligachef setzt zum nächsten Frontalangriff gegen Infantino an

Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino steigt. Nun legt der spanische Ligachef Javier Tebas mit seiner harten Kritik nach. Er glaubt: Die Ära von Infantino ist vorbei.

Der spanische Ligachef Javier Tebas hat FIFA-Präsident Gianni Infantino erneut scharf kritisiert und angezählt. Der Spanier sieht das Ende der Zeit von Infantino im Weltfußball gekommen. „Für mich ist Gianni Infantinos Zeit längst vorbei. Ich sage das nicht wegen der jüngsten Ereignisse; mir ist dieser Führungsstil schon seit langer Zeit aufgefallen, auch wenn alle anderen ihn offenbar erst jetzt entdecken“, sagte Tebas im Interview mit der französischen Zeitung „Le Monde“ und kritisierte auch die Organisation der Klub-WM und Infantinos mutmaßliche Rolle in den gescheiterten Super-League-Planungen 2021, bei denen es Verbindungen zwischen dem FIFA-Chef und den Befürwortern des umstrittenen Projekts gegeben haben soll.

Infantino sei daher „niemand, der zum Wachstum des Fußballs beiträgt“, bilanzierte der Spanier. „Im Gegenteil: Seine Projekte zerstören das eigentliche Wesen dieses Sports: die nationalen Ligen.“ Für Tebas sei der Fußball nicht auf die Elite beschränkt. „Für mich ist die Ära Infantino vorbei. Was noch abzuwarten bleibt, ist, wann dies in Kraft treten und wie die Nachfolge verlaufen wird.“

Infantino vor Gericht? Keine Wiederwahl bei Strafverfahren

Tebas hatte Infantino schon kurz nach dessen gescheiterten Investorenplänen zum Rücktritt aufgefordert und tritt als einer der schärfsten Kritiker des FIFA-Präsidenten in Erscheinung. Was bei der FIFA passiert, überrasche ihn nicht, erklärte Tebas. „Was mich hingegen überrascht, ist die Reaktion vieler Menschen, die jahrelang geschwiegen haben.“ Die gescheiterten Investorenpläne zum Verkauf der WM seien nur die „Spitze des Eisbergs“ gewesen, „was innerhalb einer Institution wie der FIFA, aber auch ganz allgemein im Fußball vor sich geht“, sagte er weiter.

Allein durch einen Sturz Infantinos sei das Problem aber nicht gelöst, warnte Tebas. „Das Problem beschränkt sich nicht auf eine einzelne Person: Es geht um ein ganzes System. Das alte System kann auch dann weiterbestehen, wenn sich die Personen ändern. Hoffen wir, dass sich die Dinge wirklich ändern, dass ein neuer Vorsitzender sein Amt antritt und dass bei der FIFA eine neue Führung etabliert wird.“

FIFA schaltet in Angriffsmodus

Zuletzt setzten neue Vorwürfe den ohnehin angezählten FIFA-Boss weiter unter Druck. Der Fußball-Weltverband schaltet daher am Wochenende in den Angriffsmodus. Die FIFA wetterte lautstark gegen eine angebliche Schmutzkampagne gegen Infantino.

„Immer deutlicher wird, dass einige Akteure gezielt und fortlaufend versuchen, die FIFA und ihren Präsidenten zu schwächen“, empörte sich der Weltverband. Die jüngste Berichterstattung habe „unbelegte Behauptungen und nachweislich falsche Aussagen über die FIFA und ihren Präsidenten“ enthalten. „Spekulationen und Andeutungen dürfen nicht als Fakten dargestellt werden, und die Wiederholung einer Anschuldigung macht sie nicht wahr.“

Die UEFA bestätigte auf Anfrage einen Bericht des englischen „Telegraph“, wonach der Kontinentalverband einer früheren Mitarbeiterin Infantinos eine hohe Abfindung gezahlt und die Gebühren für ein Studium finanziert habe. Demnach habe die Frau bei ihrem Ausscheiden Ende 2011 eine mindestens sechsstellige Summe erhalten.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc

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