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Startseite»Nachrichten»Ölpreise steigen an Wall Street: KI-Finanzierung belastet Intel und Nvidia
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Ölpreise steigen an Wall Street: KI-Finanzierung belastet Intel und Nvidia

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ölpreise steigen an Wall StreetKI-Finanzierung belastet Intel und Nvidia

Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Intel in der Spitze um rund fünf Prozent. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Intel plant den Verkauf neuer Aktien im Volumen von 15 Milliarden Dollar, um den Ausbau der Chip-Auftragsfertigung zu finanzieren. Die KI-Investitionen setzen zudem die Aktie von Nvidia unter Druck. Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus schüren Versorgungsängste beim Rohstoff Öl.

Nach dem jüngsten Rekordlauf haben sich die Anleger an der Wall Street zum Wochenstart zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index gab am Montag 0,2 Prozent auf 53.920 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 notierte weitgehend stabil bei 7754 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,3 Prozent auf 26.605 Punkte.

Für Verunsicherung sorgte die Lage an der Straße von Hormus. Der Iran teilte mit, man stehe kurz vor einer endgültigen Vereinbarung mit dem Oman über neue Schifffahrtsrouten. Gleichzeitig beharrte die Regierung in Teheran jedoch darauf, dass die USA mehrere Bedingungen erfüllen müssten, bevor die strategisch wichtige Wasserstraße wieder geöffnet werde. Für erbrachte Dienste werde zudem die Erhebung von Gebühren für die Durchfahrt erwogen. US-Präsident Donald Trump forderte seinerseits vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel.

Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich am Montag jeweils um bis zu 4,5 Prozent auf 87,27 Dollar und 81,66 Dollar je Barrel. „Angesichts der zusätzlichen Forderungen des Iran gehen die meisten Händler davon aus, dass ein knapperes Angebot kurzfristig länger anhalten dürfte“, sagte Dennis Kissler von BOK Financial. Eine Entspannung an der wichtigen Meerenge könnte die Sorgen über hohe Ölpreise und damit verbundene Zinserhöhungen der weltweiten Notenbanken dämpfen.

Der Fokus der Anleger richtete sich nun auf die im Wochenverlauf anstehenden Daten zur Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation in den USA. Sie erhoffen sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung waren am Freitag gesunken, nachdem Daten gezeigt hatten, dass die US-Wirtschaft im Juli unerwartet Stellen abgebaut hatte.

„Die Anleger konzentrieren sich im Grunde auf die Fundamentaldaten“, sagte eToro-Analyst Bret Kenwell. „Es gibt viele Schlagzeilen, geopolitische Sorgen, Inflationsängste, aber letztlich sehen wir immer noch ein starkes Gewinnwachstum und einen widerstandsfähigen Verbraucher.“ Vor diesem Hintergrund hob die Investmentbank JP Morgan ihr Jahresziel für den S&P 500 auf 8000 von 7800 Punkten. „Die vorherrschende Einschätzung lautet, dass die Inflation zwar weiterhin hoch ist, aber nicht allzu weit vom Zwei-Prozent-Ziel der Fed entfernt liegt“, sagte Bob Edwards, Stratege bei Edwards Asset Management. „Das ist zwar noch kein Sieg, aber ein Fortschritt.“

Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Intel in der Spitze um rund fünf Prozent. Der Halbleiter-Hersteller kündigte den Verkauf neuer Aktien im Volumen von 15 Milliarden Dollar an und will damit den Ausbau seiner Chip-Auftragsfertigung finanzieren.

Die Aktien von Nvidia gaben mehr als drei Prozent nach. Einem Insider zufolge arbeitet der Chiphersteller mit Finanzfirmen wie Apollo Global und Blackstone an einem 500 Milliarden Dollar schweren Finanzierungspaket für den Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI). Mit dem Geld sollen die für den KI-Boom benötigten Chips, Stromerzeugung und Rechenzentren finanziert werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Nvidia und die anderen beteiligten Firmen kommentierten den Medienbericht bisher nicht.

Die Anteilsscheine von eBay verbilligten sich um mehr als drei Prozent. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, dass GameStop erwäge, sein 56 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot zurückzuziehen. Auch Apple-Aktien verloren zwei Prozent, nachdem die Analysten von Jefferies die Aktie des iPhone-Herstellers auf „Underperform“ von „Hold“ herabgestuft hatten.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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