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Startseite»Nachrichten»Vor allem Osten hält daran fest: Große Mehrheit ist gegen Abschaffung der „Rente mit 63“
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Vor allem Osten hält daran fest: Große Mehrheit ist gegen Abschaffung der „Rente mit 63“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Vor allem Osten hält daran festGroße Mehrheit ist gegen Abschaffung der „Rente mit 63“

Paradebeispiel Dachdecker: Die sogenannte Rente mit 63 soll Menschen helfen, die jahrelang harte körperliche Arbeit geleistet haben. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Wer besonders lange gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, soll früher abschlagsfrei in Rente gehen können. So ist es bisher. Die Bundesregierung will die Regelung abschaffen. Doch der Widerstand ist groß – und auch die Bundesbüger haben eine klare Meinung.

Das große Rentenpaket ist eines der wichtigesten Reformvorhaben der Bundesregierung. Eine Kommission erarbeitete Vorschläge, die die Bundesregierung eigentlich in Gänze umsetzen will – weil sie nur als Paket funktionieren. Doch die Diskussion um die Abschaffung der „Rente mit 63“ könnte das ganze Vorhaben scheitern lassen.

Zunächst wandten sich mehrere ostdeutsche Ministerpräsidenten gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte, wie sie offiziell heißt. Es folgten Zweifel bei der SPD und dann eine breite Debatte zum Thema. Obwohl die monatlichen Rentenbeiträge der Arbeitnehmer steigen könnten, solle die Abschaffung ausfallen, so die Kritiker des Koalitionsbeschlusses.

Mit der sogenannten Rente mit 63 können Menschen nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen, zwei Jahre vor dem regulären Alter für den Renteneintritt. Ursprünglich galt dies ab einer Altersgrenze von 63 Jahren, diese steigt jedoch schrittweise auf 65 Jahre an. Aktuell beträgt der Grenzwert etwa 64,5 Jahre.

Laut RTL/ntv-Trendbarometer sprechen sich nur 22 Prozent der Bundesbürger für eine Abschaffung dieser Möglichkeit aus. Eine große Mehrheit von 74 Prozent ist gegen die Abschaffung.

Diese Meinung ist im Osten Deutschlands mit 86 Prozent nochmal stärker verbreitet als im Westen (72 Prozent). Dort kommen anteilig auch mehr Menschen auf die erforderlichen 45 Beitragsjahre. Im Wahlkampf vor den drei Landtagswahlen im Osten im September nimmt das Thema entsprechend großen Raum ein.

Insgesamt wird aber über alle Altersgruppen und Partepräferenzen hinweg die Abschaffung der „Rente mit 63“ mehrheitlich abgelehnt. Erwerbstätige sprechen sich zu 76 Prozent dagegen aus. Bei Rentnern, für die die Regelung keine Relevanz mehr hat, sind es immer noch 70 Prozent. Zudem ist die ablehnende Mehrheit bei den 18- bis 29-Jährigen (79 Prozent) etwas größer als bei den 45- bis 59-Jährigen (74 Prozent) und jenen über 60 Jahren (69 Prozent).

Bei den Parteianhängern sprechen sich vor allem jene von Linke (87 Prozent) und AfD (84 Prozent) für eine Beibehaltung der früheren Rente für langjährig Versicherte aus. Wähler von Grünen und SPD sind zu je 64 Prozent gegen die Abschaffung. Bei Unions-Anhängern ist die Mehrheit mit 56 Prozent nicht ganz so deutlich – aber auch hier sind nur 42 Prozent für die Abschaffung.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 7. und 10. August erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de, mli/mmo

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