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Startseite»Politik»Eskalation am Schwarzen Meer: Russland und Ukraine weiten Angriffe aus
Politik

Eskalation am Schwarzen Meer: Russland und Ukraine weiten Angriffe aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 13.08.2026 • 10:52 Uhr

Die russische Schwarzmeerküste, besonders die Hafenstadt Noworossijsk, ist laut russischen Angaben von zahlreichen ukrainischen Drohnen getroffen worden. Die beiderseitigen Angriffe scheinen sich derzeit auf die Region zu konzentrieren.

Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Drei Menschen seien getötet worden, darunter ein achtjähriges Kind, sagte Kondratjew. Verletzt wurden demnach mindestens 24 Menschen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Noworossijsk mit Drohnen, Marschflugkörpern und Seedrohnen. „Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens“, schrieb der Staatschef bei Telegram.

Auch in der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim im Schwarzen Meer habe es massive ukrainische Drohnenangriffe gegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Stadt war in der Folge von der Stromversorgung abgeschnitten.

Vermehrt Angriffe auf Schwarzes Meer

Die Angriffe hatten zuletzt sowohl auf russischer als auch auf ukrainischer Seite zugenommen. „Auf dem Schwarzen Meer eskaliert die Situation wirklich gerade sehr“, so ARD-Korrespondentin Silke Diettrich aus der Küstenstadt Lermantowo im Morgenmagazin. So würden nicht nur militärische Häfen oder Schiffe angegriffen, sondern auch Getreidefrachter oder zivile Häfen. Es würden „ganze Handelsrouten“ zerstört, so Diettrich.

Ziel der intensivierten Angriffe könnte sein, den Konflikt zurück „auf das internationale Parkett“ bringen zu wollen, so Diettrich. Angriffe auf Handelsrouten, die auch andere Länder betreffen, könnten international Probleme auslösen und so dazu beitragen, internationale Aufmerksamkeit zu erregen.

Diettrich schilderte im Morgenmagazin ihre Eindrücke aus der beliebten Urlaubsregion im Süden Russlands. Viele Menschen würden trotz ertönenden Luftalarms an den Stränden liegen bleiben, so Diettrich. Man höre die Sirenen zwar sehr oft, doch die Menschen würden ihren Urlaub trotzdem genießen wollen.

Angriffe auf Ismajil

In der Nacht griff Russland das Gebiet um den größten ukrainischen Donauhafen Ismajil erneut an. Der Hafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Die Stadt Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und NATO-Land Rumänien, das in Folge der nächtlichen Angriffe zwei Kampfjets aufsteigen ließ.

Russische Luftangriffe trafen in der Nacht unter anderem die südukrainische Stadt Saporischschja. Dort brach nach Angaben der regionalen Behörden ein Großbrand in einem Baumarkt aus. Es kam zu Stromausfällen.

Erst gestern hatte Russland einen Angriff auf den Hafen der südukrainischen Stadt Odessa gemeldet. Dort sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, so das russische Verteidigungsministerium.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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