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Startseite»Nachrichten»Warum starb das Tier?: Toter Riesenhai in der Ostsee gibt Forscher ein Rätsel auf
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Warum starb das Tier?: Toter Riesenhai in der Ostsee gibt Forscher ein Rätsel auf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Warum starb das Tier?Toter Riesenhai in der Ostsee gibt Forscher ein Rätsel auf

Riesenhaie ernähren sich vor allem von Plankton und schwimmen mit geöffnetem Maul durch die Meere. (Foto: picture alliance / WILDLIFE)

Tagelang lockt ein Riesenhai Schaulustige an einen Ostseestrand in Dänemark. Am vergangenen Wochenende wird das Tier tot aufgefunden. Forschende begeben sich deshalb auf Ursachenforschung.

Ein toter Riesenhai gibt Forschenden in Dänemark ein Rätsel auf. Der Kadaver wird derzeit von einem Expertenteam im Nordsøen Oceanarium untersucht. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ist das Weibchen am Samstag tot am Strand von Ålbæk aufgefunden worden. Zuvor schwamm das 4,7-Meter-Tier tagelang durch das flache Wasser und suchte offenbar nach Nahrung.

Auf Instagram teilten die Forschenden des Nordsøen Oceanarium die Eckdaten des verstorbenen Tieres mit. Demnach ist der Kadaver fast eine halbe Tonne schwer, etwa 10 bis 15 Jahre alt – damit noch relativ jung – und die Todesursache unklar. Fast vier Stunden untersuchten acht Fachleute das Tier und entnahmen zahlreiche Proben. Diese würden derzeit analysiert, doch schon jetzt überrascht: Das Weibchen war offenbar gesund.

Auch der Mageninhalt deutet laut dänischen Forschenden darauf hin, dass sich der Hai in „einem guten Ernährungszustand“ befunden habe. Das Tier habe erst kürzlich Nahrung zu sich genommen. „Er war also nicht am Verhungern oder aufgrund seiner Nahrungsquellen geschwächt“. Im Darm seien lediglich fünf Parasitenarten gefunden worden, dazu einige auch an der Haut. Normalerweise, so die Experten, könnten Haie einen Parasitenbefall problemlos tolerieren. Die gefundenen Schädlinge müssten nun untersucht werden.

Die Untersuchung sei ein „fantastischer und sehr lehrreicher Tag gewesen“, teilte Chefbiologin Kristina Ydesen mit. „Man weiß nie, was man findet, wenn man ein solches Tier seziert, und heute haben wir keine eindeutige Todesursache gefunden“, sagte sie. Andererseits habe man viel wertvolles Material erhalten, das nun genauer untersuchen werde. „Es ist vielleicht nur einmal in meiner gesamten Biologie-Karriere, dass ich die Gelegenheit haben werde, einen Hai zu sezieren, daher war es ein ganz besonderes Erlebnis“, sagte sie.

Riesenhaie ernähren sich normalerweise von Plankton und können bis zu zehn Meter und 50 Jahre alt werden. Sie sind auf beiden Hälften der Erdkugel heimisch und bevorzugen kalte bis mäßig warme Gewässer. Sichtungen zufolge treiben sie sich vor allem im Atlantischen Ozean herum.

Quelle: ntv.de, ses

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