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Startseite»Nachrichten»Trotz Bewährungsstrafe: NFL greift durch: Acht Spiele Sperre nach häuslicher Gewalt
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Trotz Bewährungsstrafe: NFL greift durch: Acht Spiele Sperre nach häuslicher Gewalt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Trotz Bewährungsstrafe

NFL greift durch: Acht Spiele Sperre nach häuslicher Gewalt

15.08.2026 | 08:50 Uhr

Die NFL greift durch und sperrt Edge Rusher James Pearce Jr. nach Vorwürfen der häuslichen Gewalt für acht Spiele. Vor einem Gericht war er noch glimpflich davongekommen.

Die NFL hat James Pearce Jr. für acht Spiele aufgrund von Verstößen gegen die Personal Conduct Policy der Liga gesperrt. Der Edge Rusher war im Februar aufgrund von Vorwürfen häuslicher Gewalt festgenommen worden.

Die Liga teilte in einer Erklärung mit, dass Pearce an allen Aktivitäten der Preseason einschließlich der Spiele teilnehmen darf. Seine Sperre beginnt am 30. August; ab dem 2. November kann er wieder eingesetzt werden. Die Falcons absolvierten am Freitag ihr erstes Preseason-Spiel gegen die Denver Broncos (7:27) und Pearce sammelte zwei Tackles.

Ein Sprecher der NFL erklärte zudem, dass Pearce seine Bestrafung akzeptiert habe und nicht in Berufung gehen wird. Damit ist die Sperre final.

Pearce entgeht Haftstrafe

Der 22-Jährige soll am 7. Februar in Doral/Florida während eines häuslichen Streits wiederholt mit einem Fahrzeug in das Auto seiner Ex-Freundin und WNBA-Spielerin Rickea Jackson gerammt sein, um sie mutmaßlich daran zu hindern, eine Polizeistation zu erreichen. Nach Jacksons Notruf trafen Polizeibeamte ein. Pearce flüchtete zunächst mit seinem Fahrzeug, verunglückte dann damit und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Ihm wurde zudem Widerstand gegen die Festnahme vorgeworfen.

Gegen Pearce standen Anklagen wegen schwerer Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe, Flucht vor der Polizei und Widerstands gegen die Festnahme sowie wegen Stalkings als Vergehen im Raum. Im Mai nahm Pearce jedoch an einem vorgerichtlichen Interventionsprogramm teil. Wenn er ein Jahr lang nicht erneut mit dem Gesetz in Konflikt gerät, unangekündigte Drogentests besteht und sich von Jackson fernhält, werden die Anklagen fallen gelassen.

Jackson beantragte im Februar eine Schutzanordnung gegen Pearce, zog den Antrag jedoch im Zuge des vorgerichtlichen Interventionsprogramms zurück. In ihrem Antrag schrieb Jackson, sie habe während des mutmaßlichen Vorfalls am 7. Februar „um ihr Leben gefürchtet“. Sollte das Gericht nicht eingreifen, glaube sie, dass „James mich töten wird“.

Pearce war der 26. Pick im Draft 2025 und sammelte in seiner ersten Saison 10,5 Sacks, was ein Rekord für einen Rookie des Teams ist. Er galt im Vorfeld des Draft als Top-Talent, jedoch hatten charakterliche Fragezeichen bei vielen Teams dazu geführt, dass er gar nicht erst auf deren Draft Boards stand. Offenbar nicht zu Unrecht.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl

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