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Startseite»Nachrichten»Nach Verleumdungsklage: Netflix-Anwälte schießen gegen Tyra Banks
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Nach Verleumdungsklage: Netflix-Anwälte schießen gegen Tyra Banks

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach VerleumdungsklageNetflix-Anwälte schießen gegen Tyra Banks

Bei den Beschwerden von Banks gehe es um herkömmliche redaktionelle Entscheidungen, sagt Netflix. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Tyra Banks wirft Netflix vor, Zitate von ihr aus dem Kontext gerissen und damit eine „falsche und verleumderische“ Erzählung geschaffen zu haben. Doch der Streamingdienst lässt die Klage der Moderatorin nicht auf sich sitzen und geht in die Offensive.

Netflix wehrt sich gegen eine Klage von Model und Moderatorin Tyra Banks. Während sie behauptet, in einer Dokumentation verleumdet worden zu sein, schreiben die Anwälte des Streamingdiensts, dass sie offenbar nur „mehr Sendezeit“ wolle. Es wurde vor Gericht ein Antrag gestellt, die Klage Banks‘ abzuweisen.

Die Netflix-Doku „Reality Check: Inside America’s Next Top Model“ setzt sich kritisch mit dem US-Casting-Format „America’s Next Top Model“ (ANTM) auseinander. ANTM war die Vorlage für „Germany’s next Topmodel“ – und Tyra Banks lange das, was Heidi Klum für die deutsche Variante ist.

Im Juni wurde bekannt, dass Banks dem Streamingdienst und den Machern der Dokuserie vorwirft, ihre Aussagen aus einem dreieinhalbstündigen Interview massiv gekürzt zu haben. Diese seien „aus dem Kontext gerissen“ und so zusammengeschnitten worden, dass eine „falsche und verleumderische“ Erzählung entstanden sei.

Nur rund 16 Minuten an Material aus dem Interview seien übernommen worden. Ein zentraler Vorwurf war, dass die Dokuserie den Eindruck erwecke, Banks habe schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit Kandidatinnen bewusst ignoriert oder gar ausgenutzt. Banks forderte Schadenersatz und ein Geschworenenverfahren.

Serienmacher weisen Vorwürfe zurück

In einem Antrag auf Abweisung der Klage, der unter anderem dem britischen Independent vorliegt, heißt es nun, Banks habe nach dem langen Interview unterschrieben, dass die Macher jedes Recht dazu hätten, das aufgezeichnete Material zu editieren. Sie selbst habe kein Anrecht darauf, Dokuszenen vorab zu überprüfen. Auch sei keine finale Freigabe erforderlich.

Laut den Netflix-Anwälten behaupte Banks, verleumdet worden zu sein, „nicht, weil [in der Dokumentation] etwas Falsches über sie behauptet wird, sondern weil sie im Voraus wissen wollte, was ein anderer Interviewpartner sagen würde, weil mehr aus ihrem eigenen Interview einbezogen werden sollte und weil ihre Sichtweise anders dargestellt werden sollte“.

Es handle sich demnach um Beschwerden über herkömmliche redaktionelle Entscheidungen und das Model habe ausdrücklich zugestimmt, dass diese Entscheidungen bei den Machern lägen. Banks besitze mehr als genügend Erfahrung in derartigen Bereichen und habe für ANTM auch selbst redaktionelle Entscheidungen über die Nutzung oder das Weglassen von Material getroffen.

„Dass sie mit der daraus resultierenden Darstellung nicht einverstanden ist, macht diese noch lange nicht diffamierend“, heißt es in dem Antrag weiter. „Lässt man die Rhetorik der Beschwerde von ‚Manipulation‘ und ‚chirurgischem Schnitt‘ einmal beiseite, so läuft Banks‘ Theorie letztlich auf die Forderung nach mehr Sendezeit und einen Schnitt hinaus, der ihr besser gefällt.“ Die Anwälte bringen das Argument an, dass dann jede Person, die mit einer Darstellung in einer Doku nicht zufrieden sei, klagen könne.

Quelle: ntv.de, lme/spot

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