Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    Energiesperren: Hohe Kosten belasten Verbraucher:innen

    August 4, 2026

    Bahnpreise: Werbung günstig, Realität teurer?

    August 3, 2026

    „Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist ein klarer Rückschritt“

    Juli 7, 2026

    Flug nicht angetreten, Geld komplett weg?

    Juli 7, 2026

    Trotz Filter: Doctolib zeigt Kassenpatient:innen kostenpflichtige Termine an

    Juli 2, 2026
  • Nachrichten

    Böses als Gutes getarnt: Wie gute Menschen zu Tätern werden

    August 16, 2026

    Djokovic übergibt sich: Zverev muss als Nachtarbeiter mächtig kämpfen

    August 16, 2026

    Fahrer wohl eingeschlafen: Zwölf Menschen sterben bei Busunfall in Ungarn

    August 16, 2026

    Dschungel-Zoff eskaliert weiter: Kader Loth verklagt wohl Giulia Siegel

    August 16, 2026

    Mit Bier und Bürste: Männer lernen in Kneipen das Frisieren

    August 16, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    Gefälschte Doctolib-Mails fluten Postfächer: Erste-Hilfe-Set ist Fake

    August 13, 2026

    Russlands Fake News: Europas Wahlkandidaten im Visier

    August 13, 2026

    Hat Peter Rost gesagt, „Heilungen sind schlecht fürs Geschäft“?

    August 13, 2026

    „Frieden sabotiert?“ Was Gerhard Schröder wirklich über die Ukraine-Verhandlungen sagte

    August 12, 2026

    Selfie-Video entlarvt: Kein Grenzübertritt nach Ceuta gezeigt

    August 12, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026

    Wodurch fühlen sich Jugendliche in ihrem Alltag besonders belastet? | Bildung

    Juli 3, 2026

    Kontra: Social Media und Jugendliche – warum ein Verbot zu kurz greift | Bildung

    Juni 17, 2026

    Pro: Warum wir ein Social Media Verbot für Kinder brauchen | Bildung

    Juni 17, 2026

    Social Media bis 16 Jahre verbieten? So sehen das Erwachsene | Bildung

    Juni 11, 2026
  • Politik

    NATO-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab

    August 16, 2026

    Hurrikan „Lala“ bringt Starkregen und Stromausfälle nach Hawaii

    August 16, 2026

    Russland greift Kiew erneut mit ballistischen Raketen an

    August 16, 2026

    Neue Lage im Heimatland: Immer mehr Syrer verlieren Schutzstatus

    August 16, 2026

    Warum sind Luxusdüfte so teuer?

    August 16, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Nachrichten»Böses als Gutes getarnt: Wie gute Menschen zu Tätern werden
Nachrichten

Böses als Gutes getarnt: Wie gute Menschen zu Tätern werden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 16, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Böses als Gutes getarntWie gute Menschen zu Tätern werden

16.08.2026, 09:57 Uhr Von Fabian Maysenhölder
FILES-Photo-dated-08-April-1995-shows-Ikuo-Hayashi-former-member-of-the-Aum-Supreme-Truth-at-the-Komatsu-Airport-in-Ishikawa-Prefecture-after-he-was-arrested-The-51-year-old-Japanese-doctor-who-spread-deadly-Sarin-gas-in-Tokyo-s-subways-with-other-cult-members-and-killed-12-people-in-March-1995-was-given-a-life-prison-sentence-26-May-at-the-Tokyo-District-Court
Ikuo Hayashi verübte mit fünf Sektenmitgliedern 1995 einen Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio. Von mehreren ihm zugeteilten Beuteln mit tödlichem Sarin stach er einen an. (Foto: picture-alliance / dpa)

Wie kommt es, dass Menschen in problematischen Gruppen Dinge tun, die man ihnen nie zugetraut hätte? Das Spektrum reicht von Kontaktabbruch bis hin zu Gewalttaten. Die Psychologie dahinter ist komplex – und geprägt von einigen falschen Bildern.

Es ist der 20. März 1995 in der Tokioter U-Bahn, mitten in der morgendlichen Rushhour. Ikuo Hayashi steigt mit einem in Zeitungspapier gewickelten Plastikbeutel Sarin in einen Waggon der Chiyoda-Linie. Hayashi war Kardiologe und Oberarzt in einer Tokioter Klinik – eigentlich ein Mann, der jahrelang Menschenleben gerettet hat. Doch irgendwann schloss er sich der Sekte „Aum Shinrikyo“ und ihrem Anführer Shoko Asahara an. Und nun sitzt er hier, mit tödlichem Gas in einem U-Bahn-Waggon voller Menschen. Und er zögert: Er sieht die Pendler um sich herum, denkt daran, den Anschlag abzubrechen. Er sticht am Ende nur einen der ihm zugeteilten Beutel an, nicht wie eigentlich geplant mehrere. Trotzdem sterben durch das Gas, das er freisetzt, Menschen.

Hayashi stellt sich später der Polizei und gesteht vollständig. Mehr noch: Er sagt gegen Asahara aus, und das Gericht hält ihm das zugute und verhängt nur eine lebenslange Haftstrafe anstatt der Todesstrafe – unter anderem, weil es von seiner tiefen Reue über die Tat überzeugt war.

Die Geschichte von Hayashi ist eindrücklich. Und sie steht stellvertretend für eine Frage, die Sozialpsychologen seit geraumer Zeit umtreibt – nicht nur, aber auch mit Blick auf sogenannte Sekten: Wie kommt es, dass Menschen, die eigentlich im Grunde gut sind, unter bestimmten Umständen doch schlecht oder gar böse handeln?

Milgram und Zimbardo: Widerlegte Koryphäen

Jahrzehntelang gab es da eine Standarderklärung und sie taucht bis heute immer wieder auf: Menschen in Autoritätssituationen würden ihren moralischen Kompass unter bestimmten Bedingungen einfach abschalten. Sie würden dann blind gehorchen, weil Gehorsam ein urmenschlicher Reflex sei. Als Belege dafür werden gerne Stanley Milgrams Elektroschock-Experimente aus den 1960er Jahren und Philip Zimbardos Stanford-Prison-Experiment herangeführt. Die Bilder von Versuchspersonen, die auf Anweisung schmerzhafte Stromstöße verabreichen, oder von Studierenden, die binnen Tagen zu sadistischen Gefängniswärtern werden, haben sich als Beweis dafür durchgesetzt, dass Menschen im Grunde zu allem fähig sind, wenn sie sich innerhalb eines autoritären Systems bewegen.

Das Problem ist nur: Inzwischen weiß man, dass das nicht stimmt. Beide Experimente stehen stark in der Kritik modernerer sozialpsychologischer Forschung. Zimbardos Experiment gilt als methodisch völlig unbrauchbar – Archivmaterial zeigt, dass Wächter aktiv angeleitet wurden, brutal zu sein. Zimbardo hatte den Wärtern klare Anweisungen gegeben, wie sie die Gefangenen entmenschlichen sollten, die Schlussfolgerungen standen vor dem Experiment fest. Mehrere Teilnehmer gaben später zu, bewusst geschauspielert zu haben. Das Ganze war also im Grunde Theater, keine Wissenschaft.

Auch bei Milgram zeigt eine Auswertung des Original-Archivs der Yale University ein anderes Bild als das typische Klischee: Viele Teilnehmer haben eben nicht gedankenlos gehorcht. Sie haben deshalb mitgemacht, weil sie überzeugt waren, der Wissenschaft zu dienen. In seinem Buch „Im Grunde gut“ schlussfolgerte der Historiker Rutger Bregman: „Wenn man nur hart genug an Menschen herumzerrt, […] dann sind viele von uns zu Bösem imstande. Aber das Böse ist nicht an der Oberfläche, es muss mit großer Mühe nach oben gepumpt werden. Und noch wichtiger: Es muss sich immer als das Gute tarnen.“

Blinder Gehorsam? Engagierte Gefolgschaft!

Diese Bewertung wird inzwischen von Studien gestützt. „Engaged Followership“ nennt sich dieses Modell. Eine Kernthese: Menschen folgen einer Autorität nicht, weil sie den jeweils eigenen Willen abschalten, sondern vielmehr deshalb, weil sie sich mit dieser Autorität und ihrem Ziel identifizieren. Wer sich als Teil eines höheren Zwecks versteht, handelt nicht trotz seines moralischen Empfindens – sondern gerade aufgrund dieses Empfindens. Eine mutmaßliche Gräueltat wird zur moralischen Pflicht umdefiniert.

Das erklärt zum Beispiel auch, warum Mitglieder in problematischen Gruppierungen ihre eigene Beteiligung fast nie als Kontrollverlust erleben, sondern als völlige Hingabe zugunsten eines höheren Zwecks. Der „Mitläufer“ läuft nicht deshalb mit, weil ihm die Fähigkeit fehlt, nein zu sagen. Er tut es deswegen, weil er in diesem Moment überzeugt ist, dass es das Richtige ist.

Ein wichtiger Baustein ist dabei – so merkwürdig das erst mal klingt – die Sprache. Handlungen werden zum Beispiel moralisch umgedeutet, indem sie sprachlich beschönigt werden: Ein Kontaktabbruch wird zum „Liebesdienst“, um die Person, die die Gruppe verlassen hat, wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Eine Bestrafung wird zur notwendigen „Läuterung“, die nötigt ist, um vor Gott zu bestehen. Das Einhalten von strengen moralischen Standards wird zur „Heiligung“ des Lebens – und so weiter. Auf diese Weise können auch objektiv schädliche Dinge so eingeordnet werden, dass sie dem vermeintlich höheren Zweck dienen.

Verschmolzen mit der Gruppe

Und dann ist da noch etwas, das wir vermutlich alle kennen: Eine starke Identifikation mit der Gruppe, zu der man gehört. Wird diese Gruppe beleidigt oder angegriffen, kann sich das wie ein persönlicher Angriff anfühlen. Auf einer einfachen Ebene empfinden wir das vielleicht, wenn der persönliche Lieblings-Fußballverein von anderen „angegriffen“ oder „abgewertet“ wird.

Doch das kann ins Extrem kippen. Dann spricht man von „Identitätsfusion“, einem Begriff, der auf den Anthropologen Harvey Whitehouse zurückgeht. Die Identifikation mit einer Gruppe kann durch verschiedene Mechanismen stark aufgeladen sein – etwa, weil man von der Gruppe oder einem Guru in einer kritischen Lebensphase aufgenommen oder „gerettet“ wurde, oder weil man gemeinsam ein bestimmtes Ziel verfolgt. Dann kann die Grenze zwischen dem eigenen Selbst und der Gruppe verschwimmen. Ein Angriff auf die Gruppe wird dann körperlich als Angriff auf die eigene Person erlebt. Und dann schützt man die Gruppe mit demselben Reflex, mit dem man sich selbst schützen würde: Wenn es sein muss, auch mit Gewalt.

Auf die Frage, warum gute Menschen Böses tun, gibt es also keine einfache Antwort – es ist ein kompliziertes Zusammenspiel aus unterschiedlichen Faktoren. Viele kleine Schritte, die letztlich dazu führen können, dass jemand etwas tut, das man ihm nie zugetraut hätte. Bei Ikuo Hayashi waren das rund 20 Jahre in einer Gruppe, die sich einem Guru verschrieben hatte – und selbst dann hat er noch gezögert.

Quelle: ntv.de

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Djokovic übergibt sich: Zverev muss als Nachtarbeiter mächtig kämpfen

August 16, 2026

Fahrer wohl eingeschlafen: Zwölf Menschen sterben bei Busunfall in Ungarn

August 16, 2026

Dschungel-Zoff eskaliert weiter: Kader Loth verklagt wohl Giulia Siegel

August 16, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

„Moby Dick“: Vor 60 Jahren: Belugawal im Rhein gesichtet

April 29, 20264 Aufrufe

Was eine Zuckerabgabe bringen könnte

April 29, 20264 Aufrufe

„Inflationszahlen sind Warnsignal“ | Verbraucherzentrale Bundesverband

April 29, 20263 Aufrufe

Kommentar zur Gesundheitsreform: Gerecht sieht anders aus

April 29, 20263 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.