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Startseite»Nachrichten»Vorübergehende Schiffspassage: Iran und Oman nähern sich Hormus-Abkommen
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Vorübergehende Schiffspassage: Iran und Oman nähern sich Hormus-Abkommen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Vorübergehende SchiffspassageIran und Oman nähern sich Hormus-Abkommen

Blick auf die Straße von Hormus, al-Chasab, Musandam, Gouvernement, Sultanat Oman (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus ist praktisch weiter geschlossen. Seit Wochen loten die Anrainer Iran und Oman Wege zu einer Öffnung aus. Beide Seiten berichten nun von wichtigen Fortschritten. Deren Wert bestimmen allerdings die USA.

Die Außenminister des Iran und des Oman haben in Teheran über ein Rahmenabkommen für einen temporären Korridor durch die Straße von Hormus gesprochen. Auch ein Minenräumprojekt in der für den Welthandel wichtigen Meerenge zwischen den beiden Staaten sei Thema bei dem Gespräch gewesen, teilten Teheran und Maskat in einer gemeinsamen Erklärung mit, die vom omanischen Außenministerium veröffentlicht wurde.

Das Rahmenabkommen könne „eine praktische und umsetzbare Grundlage für weitere Fortschritte bieten“. Die technischen Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung würden fortgesetzt, hieß es in der Erklärung weiter. Ziel sei es, eine dauerhafte Lösung für einen Schifffahrtskorridor und die künftige Verwaltung der Meerenge zu finden. Außerdem würden „ein Mechanismus für den Informationsaustausch, das Verkehrsmanagement und die Bereitstellung einschlägiger Navigations- und Sicherheitsdienste“ angestrebt.

Omans Außenminister Badr al-Busaidi zeigte sich nach dem Gespräch hoffnungsvoll, dass sein Land und der Iran „bald“ die Schaffung eines „temporären Korridors für die Straße von Hormus sowie praktische Vorkehrungen zur Wiederherstellung der sicheren Schifffahrt bekannt geben werden“. „Die künftige Verwaltung der Meerenge und eine dauerhafte Lösung werden zu gegebener Zeit folgen“, betonte al-Busaidi.

Kurz nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hatte Teheran die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Meerenge de facto geschlossen, was die Energiepreise stark in die Höhe trieb. Teheran verlangt für die Durchfahrt eine Genehmigung sowie eine Maut. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.

Der Iran und der Oman sprechen seit Wochen über eine künftige Regelung für die Schifffahrt in der Meerenge. Im August hatte Teheran erklärt, sich mit dem Oman auf eine neue Route für die Durchfahrt durch die Meerenge geeinigt zu haben, eine offizielle Bekanntgabe der Einigung steht jedoch noch aus. US-Präsident Donald Trump hatte gedroht, Oman zu bombardieren, sollte sich das Land den USA „in den Weg stellen“.

Teheran betont jedoch, selbst wenn eine Einigung erzielt würde, würde dies allein die Wasserstraße nicht öffnen. Dafür müssten zunächst die USA die weitergehenden Forderungen des Iran erfüllen, einschließlich der Aufhebung der Blockade iranischer Häfen.

Trump verkündete derweil in seinem Onlinedienst Truth Social, dass laut der US-Marine „alle Minen aus den internationalen Gewässern der Straße von Hormus entfernt und/oder gesprengt wurden“. Der Iran sei darüber informiert worden, dass jedes Boot, das neue Minen auslegt, unverzüglich zerstört werde. „Es gilt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber dem Auslegen von Minen, die in vollem Umfang in Kraft ist“, fügte Trump hinzu.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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