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Startseite»Nachrichten»Vorwurf des Bandenbetrugs: Gericht weist Anklage gegen Rudi Assauers Tochter ab
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Vorwurf des Bandenbetrugs: Gericht weist Anklage gegen Rudi Assauers Tochter ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vorwurf des BandenbetrugsGericht weist Anklage gegen Rudi Assauers Tochter ab

Nach Rudi Assauers Tod gab es Streit ums Erbe. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Der einstige Schalke-Manager Rudi Assauer stirbt 2019 nach schwerer Demenzerkrankung. Noch zu Lebzeiten sollen sich seine Tochter und eine Vertraute unrechtmäßig an seinem Vermögen bereichert haben, so die Staatsanwaltschaft. Das zuständige Gericht sieht das anders.

Das Landgericht Essen hat die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen die Tochter des verstorbenen Fußballmanagers Rudi Assauer, Bettina Michel, und dessen langjährige Privatsekretärin nicht zugelassen. Die Eröffnung des Hauptverfahrens zu den Tatvorwürfen werde abgelehnt, heißt es in einem Beschluss des Gerichts, der an den Rechtsanwalt der Privatsekretärin gegangen ist. 

Den beiden Frauen war vorgeworfen worden, sich zu Unrecht am Vermögen des 2019 an schwerer Demenz gestorbenen Rudi Assauer bereichert zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte im Mai Anklage erhoben. Zu den Beschuldigten gehörte auch ein Bekannter Assauers. Auch er muss sich nicht vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte den drei Beschuldigten unter anderem banden- und gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen.

Ein hinreichender Tatverdacht bestehe in Bezug auf die Tatvorwürfe nicht, heißt es in dem Beschluss der VI. großen Strafkammer. Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Beschuldigten des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs strafbar gemacht hätten und die Möglichkeit einer Verurteilung bestehe.

Streit um verkaufte Immobilien

Die Staatsanwaltschaft hatte den Beschuldigten vorgeworfen, noch zu Lebzeiten des Fußballmanagers zwei seiner Immobilien verkauft zu haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Dazu sollen sie eine nicht gültige Generalvollmacht Assauers aus dem Jahr 2012 vorgelegt haben. Dabei soll ihnen bewusst gewesen sein, dass er aufgrund seiner Erkrankung zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr geschäftsfähig gewesen sei. Insgesamt ging es um 767.080 Euro. 

Der Tochter Assauers hatte die Staatsanwaltschaft zudem falsche Angaben an Eides statt zur Last gelegt. Darüber entschied das Landgericht allerdings nicht, da es dafür keine örtliche Zuständigkeit sah. 

Als Manager des Traditionsclubs Schalke 04 – von 1981 bis 1986 und von 1993 bis 2006 – wurde Assauer auch einer breiteren Öffentlichkeit über den Sport hinaus bekannt. Der charismatische Macher mit Zigarre als Markenzeichen prägte jahrelang die Bundesliga. Er starb am 6. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren nach langjähriger Alzheimer-Erkrankung in seiner Heimatstadt Herten. Um sein Erbe stritten die Hinterbliebenen vor Gerichten.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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