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Startseite»Nachrichten»Mücke in Flieger mitgereist: Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens stirbt an Malaria
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Mücke in Flieger mitgereist: Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens stirbt an Malaria

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Mücke in Flieger mitgereistMitarbeiter des Frankfurter Flughafens stirbt an Malaria

Die sogenannte Flughafenmalaria ist laut Robert Koch-Institut „sehr selten“. (Foto: picture alliance / Kirchner-Media)

Eine importierte Mücke infiziert mehrere Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen mit Malaria. Die Tropenkrankheit kann laut Auswärtigem Amt besonders bei Risikogruppen zu Koma und Tod führen. Vor drei Jahren gab es schon mal einen Fall.

Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. „Das können wir leider bestätigen“, sagte ein Sprecher von Fraport. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“ Ursache der Infektion sollen importierte Mücken sein.

Mitte Juli hatte das Robert Koch-Institut (RKI) einen Ausbruch von insgesamt vier Malaria-Erkrankungen bei Flughafen-Beschäftigten bestätigt. „Die betroffenen Personen erkrankten zwischen dem 4. und 6. Juli 2026“, schreibt das RKI in seinem „Epidemiologischen Bulletin“. „Es wird davon ausgegangen, dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte infizierte Anophelesmücke übertragen wurde.“

Ein Fraport-Sprecher sagte, mittlerweile wisse man von sechs Beschäftigten, die sich im Rahmen ihrer Arbeit infiziert hätten. Sie befinden sich demnach in ärztlicher Behandlung. Es seien Mückenfallen aufgestellt und auch Mücken gefangen worden, sagte der Sprecher. Diese würden jetzt in einem Labor untersucht.

Malaria ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch dämmerungs- und nachtaktive Mücken übertragen wird. „Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen. Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern.“

Das RKI schreibt, die „sehr seltene“ Flughafenmalaria entstehe, wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug oder Gepäck importiert werde. Die Infektion erfolge dann im Flugzeug, im Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung.

Der letzte solche Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden, schreibt das Institut. „Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen (Passagier- und Frachtflüge) arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese auch eine seltene Flughafenmalaria differentialdiagnostisch in Betracht ziehen.“

Quelle: ntv.de, are/dpa

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