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Startseite»Politik»Polizei nimmt mutmaßlichen Strom-Saboteur fest
Politik

Polizei nimmt mutmaßlichen Strom-Saboteur fest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Eilmeldung

Stand: 08.09.2026 • 13:20 Uhr

Die Polizei hat in der Nähe eines Kraftwerks bei Aachen den mutmaßlichen Strom-Saboteur gefasst. Der 48-Jährige soll bundesweit Anschläge auf das Stromnetz verübt haben. Die Bundesregierung spricht von „Klimaextremismus“.

Seit Tagen sucht die Polizei nach einem 48-Jährigen, der für Sabotageversuche am Stromnetz verantwortlich sein soll. Nun hat sie ihn laut eigenen Angaben in Weisweiler bei Aachen festgenommen. Zuvor hatte unter anderem der WDR darüber berichtet.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, Daniel V. sei in der Nähe des Hambacher Forsts in Nordrhein-Westfalen aufgespürt worden. Auf einer Autobahntankstelle in der Nähe von Weisweiler sei er verhaftet worden, wo er vermutlich in einem Zelt übernachtet habe.

Laut Staatsanwaltschaft Köln leistete er keinen Widerstand. An seinem Zelt seien weitere Sprengsätze gefunden worden, die jetzt entschärft würden.

Weiteres Bekennerschreiben gefunden

Am Montag war ein weiteres Bekennerschreiben aufgetaucht. Der Brief sei gemeinsam mit mehreren Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden, teilte die Polizei mit.

Ob auch dieser Brief und die nun entdeckten Abschussvorrichtungen von dem 48-jährigen Tatverdächtigen stammen, ist unklar.

Der Verdächtige ist kommt aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet, wie der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte.

Der Mann hatte in zwei Schreiben die Verantwortung für versuchte Anschläge auf das Stromnetz rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg übernommen, ebenso bekannte er sich zu Anschlägen auf die Stromversorgung bei Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler, allesamt in Nordrhein-Westfalen.

Mit selbstgebauten Raketen soll er einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben, um einen Kurzschluss auszulösen. In mindestens zwei Fällen ging der Plan des Täters offensichtlich auf.

In Bergheim waren durch einen Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt worden. In Brandenburg hatte es am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde zwei Kurzschlüsse gegeben.

Bundesregierung geht von „Klimaextremismus“ aus

Als Grund für die Sabotageakte nannte der 48-Jährige in den Schreiben den „Kampf gegen fossile Brennstoffe“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach in Zusammenhang mit der Sabotage an Umspannwerken von „Klimaextremismus“. Der CSU-Politiker betonte, es sei mit weiteren Anschlägen dieser Art in Deutschland zu rechnen.

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