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Startseite»Politik»Pistorius verspricht mehr Waffen – Trump telefoniert mit Putin
Politik

Pistorius verspricht mehr Waffen – Trump telefoniert mit Putin

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 08.09.2026 • 18:47 Uhr

Verteidigungsminister Pistorius sagt der Ukraine weitere Abfangraketen zu. Während Kiews Unterstützer ihre Hilfe ausbauen, spricht Moskau nach einem Telefonat zwischen Putin und Trump von einer möglichen Wiederannäherung an die USA.

Deutschland unterstützt die Ukraine mit einer umfangreichen Waffenlieferung: Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte Kiew weitere Hilfen zu. Dabei geht es laut dem SPD-Politiker unter anderem um „dringend benötigte“ PAC-2-Abfangraketen für das „Patriot“-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Raketen.

Man müsse damit rechnen, dass die russischen Luftangriffe mit sinkenden Temperaturen wieder zunehmen würden, sagte Pistorius bei einer Videokonferenz der Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG). Er appellierte an die Verbündeten, ebenfalls ihre Bestände zu prüfen. „Wenn Sie im Zweifel sind, entscheiden Sie sich für die Ukraine.“

Unterstützung beim „City-Dome“-Projekt

Einschüchterungsversuche Russlands und hybride Angriffe würden weder bei der Ukraine noch bei Deutschland oder anderen Partnern funktionieren, so Pistorius. „Ganz im Gegenteil: Russlands rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, Frieden und Freiheit in Europa zu verteidigen“, betonte der Minister.

Pistorius kündigte an, dass die Ukraine mehrere Tausend zusätzliche IRIS-T-Lenkflugkörper bestellen werde, die aus dem EU-Ukraine-Verteidigungskredit finanziert werden. Dies ermögliche den Aufbau einer weiteren Produktionslinie. Darüber hinaus unterstütze Deutschland das „City Dome“-Projekt zum Schutz ukrainischer Städte vor Drohnen und Raketen und finanziere die Beschaffung von Zehntausenden Schuss Langstrecken-Artilleriemunition über ein britisches Konsortium.

Selenskyj dankt Deutschland

Die Verteidigungsminister der Ukraine-Unterstützer berieten bei ihrer Videoschaltung darüber, wie die ukrainische Luftverteidigung angesichts des nahenden Winters und anhaltend schwerer russischer Luftangriffe gestärkt werden kann. Erstmals nahmen die neuen Verteidigungsminister Großbritanniens, Wes Streeting, und der Ukraine, Jewhenij Chmara, an einem Treffen der Kontaktgruppe teil. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, er wolle alle Staaten „nachdrücklich“ auffordern, ihre Unterstützung zu erhöhen. „Wir haben keine Wahl“, betonte Rutte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Deutschland für die Unterstützung. „Das sind genau die Entscheidungen, die den Frieden näher bringen: Wenn man die Fähigkeiten des Aggressors zu töten, einschränkt“, schrieb Selenskyj auf X. „Dank an Deutschland für seine prinzipientreue Haltung, für die Unterstützung und für die Abertausenden von Leben, die vor russischen Angriffen gerettet werden.“

Putin und Trump telefonieren

Unterdessen telefonierten nach der Reise von US-Vertretern nach Moskau und Kiew Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-Amtskollege Donald Trump. Putin habe dabei Trump zugesichert, keine „aggressiven Pläne“ in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow gegenüber Journalisten. Seine Äußerung traf er nur wenige Wochen nach dem hybriden Angriff auf den Flughafen Leipzig-Halle, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht.

Der Kremlchef habe Trump laut Uschakow zudem eine „objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld“ gegeben. Auch habe er ausgeführt, „was die Amerikaner tun könnten, um die Kämpfe rasch zu beenden“. Konkreter wurde der russische Berater nicht.

Auf den Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Vermittlungsgesprächen in Russland am vergangenen Wochenende blicke Moskau positiv, sagte Uschakow. Nennenswerte Fortschritte wurden nach der Reise der US-Sondergesandten allerdings nicht bekannt.

Moskau sei vom US-amerikanischen Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Kriegs in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen, so Uschakow. Das Gespräch habe eine Stunde gedauert. Trump äußerte sich bislang nicht zum Telefonat.

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