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Startseite»Politik»Spanischer Geheimdienst warnte vor Ausnahmesituation in Ceuta
Politik

Spanischer Geheimdienst warnte vor Ausnahmesituation in Ceuta

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.09.2026 • 07:15 Uhr

Ende Juli kamen binnen Stunden Zehntausende Migranten nach Ceuta. Neue Dokumente zeigen nun: Der spanische Geheimdienst hatte vor der beispiellosen Massenankunft von Menschen aus Marokko in der Exklave gewarnt.

Einen Tag vor der beispiellosen Massenankunft von Migranten Ende Juli in Ceuta hatte der spanische Geheimdienst CNI die Behörden vor einem möglichen „Überfall über Land und Meer“ auf die Nordafrika-Exklave gewarnt. Das geht aus geheimen Unterlagen hervor, die von der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid nun freigegeben wurden.

Demnach informierte der CNI am 29. Juli sowohl die Regierungsvertretung in Ceuta als auch die Polizeieinheit Guardia Civil über Aufrufe in Sozialen Netzwerken, am folgenden Tag die Grenze zu überqueren. Nach diesen Warnungen hatten zwei entsprechende Gruppen zusammen etwa 180.000 Follower. In einer weiteren Mitteilung des CNI war von geplanten Versuchen die Rede, schwimmend nach Ceuta zu gelangen und auch den Grenzzaun zu überwinden. Der CNI informierte – den jetzt freigegebenen Unterlagen zufolge – auch die marokkanischen Behörden.

Tausende Migranten halten sich noch in Ceuta auf

Am 30. und 31. Juli kamen nach Regierungsangaben bis zu 80.000 Migranten von Marokko aus nach Ceuta. Die meisten kehrten anschließend nach Marokko zurück. Tausende halten sich jedoch weiterhin in der spanischen Exklave auf. Die Regierung gab rund 40 Dokumente aus der Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 1. August frei.

Sánchez will damit nach eigenen Angaben belegen, dass die Regierung vor der Massenankunft nicht vor einer solchen Dimension gewarnt worden sei. Eine Stellungnahme zu den neuen Veröffentlichungen gab es weder von der Regierung noch von der Opposition. Der Aufruf in Sozialen Netzwerken sei zwar bekannt gewesen, er „bildete aber in keiner Weise einen Indikator für das Ausmaß, die Art oder die Wahrscheinlichkeit dessen, was danach geschah, und konnte auch nicht so interpretiert werden“.

Der CNI habe selbst nur „per Nachricht und kurzem Telefonat“ darüber informiert, aber keine „größere Warnung“ zum Beispiel an das Verteidigungsministerium geschickt.

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