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Startseite»Politik»Huthi-Miliz erobert Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab
Politik

Huthi-Miliz erobert Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.09.2026 • 13:24 Uhr

Die mit Iran verbündete Huthi-Miliz ist am Roten Meer offenbar weiter vorgerückt. Laut jemenitischen Regierungsquellen eroberte sie auch eine strategisch wichtige Insel in der Meerenge Bab al-Mandab.

Im Jemen hat die schiitische Huthi-Miliz offenbar weitere Städte entlang der Küste des Roten Meeres erobert. Nachdem sie bereits die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka eingenommen hatte, soll sie nun auch in den weiter südlich gelegenen Ort Dhuhab eingerückt sein. Außerdem berichten Medien, sie habe die Kontrolle über die Insel Mayun übernommen.

Durch ihr Vorrücken kontrollieren die Huthi immer größere Gebiete an der östlichen Küste der Meerenge Bab al-Mandab. Von hier bis nach Dschibuti in Ostafrika ist das Rote Meer an der engsten Stelle nur 27 Kilometer breit.

Die Insel Majun (oder Perim) liegt am südlichen Ende der Meerenge, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet. Beide sind Teil einer Schifffahrtsroute, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien darstellt.

Huthi kontrollieren Küste zum Roten Meer

Mit den jüngsten Vorstößen kontrollieren die Huthi nun die gesamte Küste des Roten Meeres im Jemen. Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg dürfte damit noch stärker bedroht sein als bisher.

Von ihren neu gewonnen Positionen aus können die Huthi Handels- und andere Schiffe im Roten Meer noch gezielter angreifen oder stören als zuvor. Die Huthi hatten dort in den vergangenen Jahren mehrfach Schiffe angegriffen und teils versenkt oder gekapert.

Die Miliz kämpft im Jemen gegen die Truppen der international anerkannten Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Sie gehören zur sogenannten iranischen „Achse des Widerstands“ und werden von Teheran mit Waffen Technologie, Fachwissen und finanziell unterstützt.

Kämpfe nach Drohung wieder aufgeflammt

Die Kämpfe im Jemen waren wieder aufgeflammt, nachdem die mit Iran verbündeten Huthi vor anderthalb Monaten erklärt hatten, saudische Schiffe dürften nicht mehr durch die Meerenge Bab al-Mandab fahren.

Seit Ausbruch des Iran-Kriegs wird die Meerenge als alternative Handelsroute genutzt, um Ausfälle durch die Straße von Hormus etwas zu kompensieren. Saudi-Arabien exportiert Teile seines Erdöls über das Rote Meer. Die Durchfahrt durch Bab al-Mandab ist zentral für den Transport nach Ostasien. China, Indien, Japan und Südkorea sind weltweit die wichtigsten Abnehmer von saudischem Öl.

Die Bundesregierung verurteilte den Vorstoß der Huthi am Roten Meer. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte Meldungen unter anderem über die Einnahme einer Hafenstadt „besorgniserregend“. Dass die Huthis neben Iran seit Wochen versuchten, die internationale Schifffahrt „in Geiselhaft zu nehmen, auf Energieanlagen in Saudi-Arabien zielen und nun auch die Regierung Jemens ins Visier nehmen, das verurteilen wir.“

Mit Informationen von Moritz Behrendt, ARD-Kairo

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