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Startseite»Politik»Marktbericht: DAX-Schwäche dürfte anhalten | tagesschau.de
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Marktbericht: DAX-Schwäche dürfte anhalten | tagesschau.de

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 15.09.2026 • 07:52 Uhr

Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, die Energiepreise steigen – genau wie die Inflationssorgen: Der DAX dürfte heute weiter zurückfallen. Langsam gerät die Marke von 25.000 Punkten wieder ins Blickfeld.

Der Broker IG taxierte den DAX vor dem Xetra-Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf 25.395 Punkte. Aus charttechnischer Sicht ist die Nähe der 100-Tage-Linie bedeutsam. Der gleitende Durchschnitt verläuft aktuell bei 25.230 Zählern. Darunter würde dann schon die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten ins Blickfeld rücken.

Gestern war der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 25.440 Punkten aus dem Handel gegangen. Der steigende Ölpreis und neue Sorgen um die Risiken der Künstlicher Intelligenz (KI) drückten auf die Stimmung der Investoren.

Besonders im Blick haben die Anleger wie gewohnt den Ölpreis. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 107,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent fester bei 103,15 Dollar.

„Für die kommenden Wochen dürfte das Marktumfeld herausfordernd bleiben: Geopolitische Risiken, höhere Energiepreise, die Belastbarkeit des KI-Investitionszyklus und Schwankungen an den Anleihemärkten könnten die Anlegerstimmung wiederholt auf die Probe stellen“, kommentiert Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.

Im August hatte der DAX erstmals die Marke von 26.600 Punkten übersprungen. Zuletzt hat er sich jedoch um mehr als eintausend Punkte von seinem Rekordhoch entfernt. Und die Lage bleibt kritisch: Denn der Inflationsdruck steigt, viele Notenbanken reagieren mit Zinserhöhungen, um die Teuerung einzudämmen. Höhere Zinsen belasten den Aktienmarkt und dämpfen die Konjunktur.

Deshalb fiebern die Investoren seit Tagen der morgigen Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve entgegen. Die meisten Anleger und Experten rechnen mit einer Zinserhöhung. „Die US-Verbraucherpreise haben die Erwartung einer Anhebung der Leitzinsspanne durch die Fed gefestigt“, schreiben die Experten der Dekabank. Die spannende Frage wird darum sein, ob es bei einer Zinserhöhung in diesem Jahr bleiben wird.

Die Vorgaben aus den USA fallen für den heutigen Handelstag schwach aus. Warnungen vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) und gestiegene Anleiherenditen haben großen Indizes am Montag zurückgedrängt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,3 Prozent auf 52.421 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 26.186 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 7.620 Punkte ein.

Krisensignale sendete auch der Anleihemarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen überstieg kurzzeitig die Marke von fünf Prozent. Dies war das erste Mal seit 2023. „Dass die zehnjährige Rendite über fünf Prozent steigt, ist enorm und spricht Bände“, sagte Jake Dollarhide, Chef der Vermögensverwaltung Longbow Asset Management. Dies könnte die Fed unter Druck setzen, die Zinsen mehr als nur einmal anzuheben.

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Dr. Heinrich Krämer
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