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Startseite»Nachrichten»Anbieter würden Preise erhöhen: Linnemann bezeichnet Kostendeckel bei Pflege als „hochgradig gefährlich“
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Anbieter würden Preise erhöhen: Linnemann bezeichnet Kostendeckel bei Pflege als „hochgradig gefährlich“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Anbieter würden Preise erhöhenLinnemann bezeichnet Kostendeckel bei Pflege als „hochgradig gefährlich“

Die kommende Pflegekommission wird laut Linneman über einen Finanzausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung beraten. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Die SPD dringt auf eine Obergrenze bei der Selbstbeteiligung an Pflegekosten, die CDU lehnt das ab. Gesundheitsminister Linnemann macht dies zu einer Grundsatzentscheidung und will damit auch nicht die Expertenkommission befassen. Kompromissbereit ist er bei einem anderen Thema.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat die Forderung des Koalitionspartners SPD nach einer Deckelung der Eigenanteile bei der Pflege kategorisch zurückgewiesen. „Ein Deckel ist ja hochgradig gefährlich“, sagte der CDU-Politiker im ZDF. „Das muss man einfach so sagen.“ Ein solcher Deckel würde dazu führen, „dass die Kosten weiter ausarten“, warnte der Minister.

Die Anbieter von Pflegeleistungen könnten durch einen Deckel zu weiteren Kostensteigerungen veranlasst werden, weil dies die Pflegenden und die Patienten durch die Deckelung der Eigenanteile nicht direkt betreffe, sagte er. Linnemann wies auch die Forderung der SPD zurück, dass die geplante Expertenkommission zur Pflegereform die Möglichkeit eines Kostendeckels prüfe. „Das geht nicht in die Kommission“, sagte Linnemann.

Der Minister bestätigte zugleich, dass die Kommission über einen anderen Wunsch der SPD – einen Finanzausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung – beraten werde. Linnemann dämpfte aber die Erwartungen: „Ich warne davor, selbst wenn verfassungsrechtlich die Prüfung positiv ist und man würde das umsetzen, dass das die strukturellen Probleme in der Pflegeversicherung löst – mitnichten.“

Für ihn liege der Kern der Reform in der Stärkung der Pflege zuhause, sagte der Minister. „Also lange Rede, kurzer Sinn: Wir werden an das Thema rangehen, indem wir sozial verträgliche Leistungszuschüsse einführen.“

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte zuvor gefordert, die Themen Pflegedeckel und Leistungsausgleich in der geplanten Kommission beraten zu lassen. Auch die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, forderte, dass diese beiden Punkte in der nächsten Stufe der Pflegereform enthalten sein müssten. „Das heutige Ergebnis zur Pflege ist leider keine Reform“, sagte sie. „Wir brauchen eine echte Reform, die Familien entlastet und nicht weiter belastet.“ 

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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