„Gehöriger Schrecken“
Ski-Olympiasieger Niskanen macht Krebsdiagnose öffentlich
Im September wird der dreifache Ski-Olympiasieger Iivo Niskanen zum dritten Mal Vater, völlig unbeschwert kann der Finne die Zeit mit seiner Familie aber nicht genießen. Denn der Langläufer hat eine seltene Form des Hautkrebses.
Finnlands Langlaufstar Iivo Niskanen hat sich einer Hautkrebs-Operation unterziehen müssen. Bei dem 34-Jährigen war im Sommer bei einer Routinekontrolle ein Muttermal an seiner Fußsohle entdeckt worden. Die Auswertung ergab, dass es sich um ein akrales Melanom – eine seltene Form des schwarzen Hautkrebses – handelt.
„Viele Höhen und Tiefen habe ich bereits erlebt, aber in den vergangenen Monaten waren die Ausschläge noch größer als sonst“, schrieb der dreimalige Olympiasieger am Samstag auf Instagram. Zugleich gab er etwas Entwarnung. Es habe sich um eine lokale Hautveränderung gehandelt, sodass er mit zwei Operationen und einem „gehörigen Schrecken davongekommen“ sei.
Schwarzer Hautkrebs ist die bösartigste und gefährlichste Form. Niskanen hatte durch die Früherkennung Glück, dass der Krebs auf die oberste Hautschicht begrenzt war und noch nicht ins umliegende Gewebe gestreut hatte. Die Behandlung sei erfolgreich abgeschlossen. „Trotz allem kann ich dem Beginn der Wettkampfsaison zuversichtlich entgegensehen“, schrieb Niskanen.
„Starker Willen, nach vorn zu blicken“
Das Warten auf die Untersuchungsergebnisse sei natürlich stressig gewesen. „Aber umso besser fühlt es sich derzeit an, dass das Training planmäßig voranschreitet und ich zu Hause zwischen den Trainingseinheiten gemeinsam mit meinem neugeborenen Kind ein Nickerchen machen kann“, schrieb Niskanen. Er könne dank einer hervorragenden Behandlung sein normales Leben weiterführen, so Niskanen in einer Mitteilung des finnischen Skiverbands.
Niskanen, der mit seiner Frau Saana im September das dritte Kind bekam, verpasste aufgrund der Operationen die Sommervorbereitung. Er stößt auch wegen des erneuten Familiennachwuchses erst im November zum Nationalteam. „Wir sehen gute Fortschritte und vor allem einen starken Willen, nach vorn zu blicken. Wir werden weiterhin Schritt für Schritt vorgehen und den Prozess so anpassen, wie es für Ivo und seine Familie am besten ist“, sagte der neue Nationaltrainer Joakim Abrahamsson.
Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa
