KURZMELDUNG · ÖSTERREICH
Im Postfach liegt eine angeblich wichtige Systemnachricht von Mein ELBA. Ein neuer Dauerauftrag sei eingerichtet worden, Details gebe es erst nach dem Login über „Nachricht jetzt lesen“. Seit 5. Oktober 2026 warnt die österreichische Watchlist Internet vor dieser aktuellen Phishingmail.
Die Nachricht nennt zunächst weder Betrag noch Empfänger. Wer selbst keinen Dauerauftrag eingerichtet hat, soll aus Sorge um das eigene Geld möglichst schnell auf den Button klicken. Die Watchlist Internet stuft die E-Mail eindeutig als Phishing ein.
Eine überraschende Banknachricht kann ein Grund sein, das Konto zu kontrollieren. Dafür ist der Link in der E-Mail aber nicht nötig. Mein ELBA lässt sich über die bekannte App oder eine selbst eingegebene offizielle Adresse öffnen. Gibt es dort keinen neuen Dauerauftrag, war die Meldung nur der Köder.
Welche Eingabemasken nach dem Klick erscheinen, dokumentiert die aktuelle Warnung nicht. Solche Seiten können jedoch Online-Banking-Zugangsdaten, TANs oder Aktivierungscodes abfragen. In manchen Fällen folgt zusätzlich ein Anruf von Personen, die sich als Bankmitarbeiter:innen ausgeben und angeblich bei der Stornierung helfen wollen.
Raiffeisen weist darauf hin, nur selbst erfasste Zahlungen zu bestätigen. Die Masche verbindet eine echte Funktion des Onlinebankings mit einer erfundenen Warnung. Genau dieses Muster macht Phishing glaubwürdig: Nicht die Bankfunktion ist falsch, sondern der dringende Anlass, über einen fremden Link darauf zuzugreifen.
Quellen
Über dieses Format: Für unsere Kurzmeldungen sammeln und prüfen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen. Nach der redaktionellen Bearbeitung werden die Meldungen über unser eigenes Mimikama-Kurzmeldungs-System veröffentlicht. Daher können mehrere Beiträge denselben Veröffentlichungszeitpunkt tragen.
