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Startseite»Nachrichten»Hinweis auf Down-Syndrom: Bundestag fordert Evaluierung der Bluttests bei Schwangeren
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Hinweis auf Down-Syndrom: Bundestag fordert Evaluierung der Bluttests bei Schwangeren

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hinweis auf Down-SyndromBundestag fordert Evaluierung der Bluttests bei Schwangeren

Im Bundestag fand sich am Ende eine breite Mehrheit für ein Monitoring. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Kassen zahlen unter bestimmten Voraussetzungen Test zur Früherkennung eines möglichen Down-Syndroms bereits in der Schwangerschaft. Und offenbar lassen immer mehr werdende Mütter die Untersuchung machen. Das soll nun genauer erfasst werden.

Der Bundestag dringt darauf, die Umsetzung der inzwischen auf Kassenkosten möglichen Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes genauer zu beobachten. Das Parlament nahm mit großer Mehrheit einen Antrag einer fraktionsübergreifenden Abgeordnetengruppe an, der die Bundesregierung zum Einführen eines Monitorings auffordert, um mehr Daten zu bekommen. Eingesetzt werden soll ein Expertengremium, das rechtliche, ethische und gesundheitspolitische Grundlagen der Kassenzulassung prüft.

Für den Antrag stimmten 529 Abgeordnete, es gab 18 Nein-Stimmen und 23 Enthaltungen. Dabei verständigten sich die Initiatoren kurz vor der Debatte mit einer anderen Abgeordnetengruppe noch auf eine Änderung, die zunächst angenommen wurde. Als Ergänzung wurde damit eingefügt, es werde dabei sichergestellt, dass Schwangeren der Zugang zum kassenfinanzierten Bluttest „bei einer gerechtfertigten medizinischen Indikation nicht erschwert wird“. 

Die Initiatoren des Antrags sorgen sich, dass die Tests von zu vielen Schwangeren in Anspruch genommen werden und dann zu Schwangerschaftsabbrüchen führen. In ihrem Antrag verwiesen sie auf Daten der Krankenkasse Barmer, nach denen fast die Hälfte der Schwangeren 2024 einen NIPT in Anspruch genommen haben. Ein Jahr zuvor sei es nur knapp ein Drittel gewesen. Kritiker des Antrags befürchteten, die Debatte könnte darauf hinauslaufen, die Kostenübernahme des Tests abzuschaffen

Die Bluttests können seit 2022 unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, wie der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Kassen beschlossen hatte. Dabei wird Schwangeren Blut abgenommen und genetisch analysiert. Es ist risikoloser als schon länger übliche Untersuchungen, bei denen Fruchtwasser durch die Bauchdecke der Frau entnommen wird. Zuvor waren Tests selbst zu bezahlen.

Bei einem Down-Syndrom haben Menschen in jeder Zelle ein Chromosom mehr. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21. Folgen sind körperliche Auffälligkeiten und eine verlangsamte motorische, geistige und sprachliche Entwicklung. Ausprägungen können aber sehr unterschiedlich sein.

Quelle: ntv.de, jwu/csi/dpa

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