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Politik

Mann durch Schüsse während ICE-Einsatz in New York verletzt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 09.10.2026 • 07:37 Uhr

In New York wurde ein Mann von einem ICE-Beamten in seinem Auto angeschossen. Auch ein Kind befand sich in dem Fahrzeug. Vom Bürgermeister der Metropole, Mamdani, kommt scharfe Kritik an dem Vorfall.

Erneut sind in den USA bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in New York Schüsse gefallen. Ein Mann, der aus der Dominikanischen Republik stammt, wurde in seinem Auto angeschossen. Wie das Büro des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani mitteilte, befand sich auch ein fünf Jahre altes Kind in dem Fahrzeug, das aber unverletzt geblieben sei.

Wie das Heimatschutzministerium nach dem Vorfall mitteilte, handelte es sich um einen „gezielten Vollstreckungseinsatz“, der am Donnerstagnachmittag im New Yorker Stadtteil Bronx stattfand. Ziel war die Festnahme des laut Ministerium vorbestraften Mannes. Er sei wegen schweren Diebstahls verurteilt und in der Vergangenheit mehrfach verhaftet worden.

Keine Angabe zu Gründen für Schüsse

Das Ministerium bestätigte, dass während des Einsatzes ein ICE-Beamter seine Waffe abgefeuert habe und der „kriminelle illegale Ausländer“ verletzt worden sei. Er befinde sich derzeit in einem Krankenhaus. Zu den Gründen, warum der Beamte die Schüsse auf den Mann abgab, äußerte sich das Ministerium nicht.

Auch die New Yorker Polizei, die ebenfalls an dem Einsatz beteiligt war, bestätigte, dass Schüsse gefallen seien. Diese seien aber durch keine der eigenen Einsatzkräfte abgegeben worden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird der Vorfall nun durch Bundesbehörden untersucht.

Bürgermeister Mamdani fordert Abschaffung von ICE

Beim New Yorker Bürgermeister Mamdani rief der jüngste Vorfall im Rahmen eines ICE-Einsatzes empörte Reaktionen hervor. In einer von seinem Büro veröffentlichten Mitteilung verurteilte er das Vorgehen der ICE-Beamten als „ungeheuerlich“, es handele sich um eine „sehr ernste Situation“.

Mamdani kündigte an, sich gegenüber US-Präsident Donald Trump für den Stopp der ICE-Einsätze in New York einsetzen zu wollen. „Wenn wir sprechen, werde ich fordern, dass er alle ICE-Einsätze in unserer Stadt einstellt. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte unsere Gemeinden terrorisieren“, betonte Mamdani und forderte: „Schafft ICE ab.“

Mit Informationen von Martin Ganslmeier, ARD-Studio New York

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